Beratung zur Stillförderung

Empfehlung

  • Eltern sollten sich zur Praxis des Stillens beraten lassen.

Grundlage der Empfehlung

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Hebamme berät schwangere Frau

Maßnahmen zur Unterstützung des Stillens wirken sich positiv auf den Stillbeginn und die Stilldauer aus [187, 198]. Ergebnisse systematischer Übersichtsarbeiten [58, 187, 198] stützen die Empfehlung, sich zum Stillen beraten zu lassen.


Hintergrundinformationen

Unsicherheiten beim Anlegen und Stillen des Kindes können zu Stillproblemen führen, die wiederum häufig Grund für ein frühzeitiges Stillende sind [23, 171]. Eine Cochrane-Übersichtsarbeit zeigte, dass zusätzliche Unterstützung, sowohl durch Fachkräfte als auch Laien, die Stilldauer insgesamt und die Dauer des ausschließlichen Stillens erhöhen kann und dies weitgehend unabhängig von der Art der Unterstützung. Welche Maßnahmen oder Kombinationen dabei zu welchem Zeitpunkt am besten geeignet sind, ist noch nicht eindeutig belegt [58, 187, 199]. Die Unterstützung scheint aber effektiver zu sein, wenn sie persönlich erfolgt und nicht nur kurzzeitig, sondern möglichst über die gesamte Zeit von der Schwangerschaft bis in die Stillzeit hinein und, wenn sie sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Versorgung angeboten wird [105]. Die Stillabsicht der Mutter ist offenbar ein wesentlicher Faktor dafür, ob und wie sie ihr Kind stillt [13, 183]. Die positive Haltung des Partners wirkt sich zusätzlich positiv auf den Stillbeginn und die Stilldauer aus [13, 183]. Informationen und Beratung zum Stillen sollen alle Berufsgruppen anbieten, die mit der Betreuung von Schwangeren und Eltern befasst sind.