Rauchen in der Stillzeit

Empfehlungen

Schadstoffe wie Nikotin und Alkohol gehen in die Muttermilch über. (Foto: © Kzenon / Fotolia.com)
Stillende Mutter

  • Stillende sollen auf das Rauchen verzichten, insbesondere

    • keinesfalls im Beisein des Kindes rauchen (weder Eltern noch andere Personen).
    • keinesfalls in der Wohnung oder in Räumen rauchen, in denen sich das Kind aufhält.


Grundlagen der Empfehlungen

Die Datenlage zuschädlichen Einflüssen von Tabakkonsum während der Stillzeit basiert auf Ergebnissen aus Kohortenstudien, die u. a. in einer jüngeren Übersichtsarbeit zusammengefasst wurden [17].


Hintergrundinformationen

Nikotin – als Leitsubstanz – geht, wie viele andere Stoffe auch, in die Muttermilch über [17]. Zudem steht Rauchen mit geringeren Milchmengen und niedrigeren Prolaktinspiegeln im Zusammenhang [15]. Rauchen in der Stillzeit erhöht das Risiko für Atemwegserkrankungen und Allergien des Kindes [192] ebenso wie für SIDS [17]. Die Empfehlung, das Stillen aufzugeben, wenn geraucht wird, wurde Anfang der 1990er-Jahre verworfen. Wenn wirklich nicht auf das Rauchen verzichtet werden kann, sollten stillende Mütter das Rauchen möglichst weitgehend einschränken und nicht vor, sondern nach der Stillmahlzeit rauchen. Da auch Passivrauchen mit Risiken verbunden ist, soll nicht in der Umgebung des Kindes gerauchtwerden[165]. Jede Zigarette weniger ist gut für das Kind.