Zubereitung von Säuglingsnahrung

Empfehlungen zur Zubereitung

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Zubereitung Säuglingsmilch
  • Säuglingsmilchnahrung soll immer frisch vor der Mahlzeit zubereitet werden.
  • Zubereitete, aber nicht getrunkene Säuglingsmilchnahrung soll verworfen und nicht für die nächste Mahlzeit aufbewahrt und aufgewärmt werden.
  • Zur Zubereitung von Säuglingsmilchnahrung aus Pulver soll frisches Trinkwasser (Leitungswasser) verwendet werden, dazu das Wasser vorher ablaufen lassen, bis kaltes Wasser aus der Leitung fließt.
  • Um Verbrühungen zu vermeiden, soll das Wasser beim Anschütteln der Säuglingsmilchnahrung lauwarm (maximal 40°C) sein.
  • Kein Trinkwasser aus Bleileitungen verwenden. Trinkwasser aus Hausbrunnen sollte nur nach Prüfung der Wasserqualität verwendet werden. (Bei Hausleitungen aus Blei oder bei ungeprüften Hausbrunnen soll abgepacktes Wasser verwendet werden, das „für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“ ist.)

Hintergrund

Die Eignung von Trinkwasser (Leitungswasser) in Deutschland zur Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Konsens der relevanten Fachgesellschaften sowie des BfR und des UBA (Umweltbundesamt).

Ausnahmen, z. B. bei Bleileitungen oder bei Uranwerten über 10 μg/l, sind klar benannt [1]. Trinkwasser aus Hausbrunnen sollte nur nach Bestätigung einer einwandfreien Wasserqualität durch Untersuchung in einem akkreditierten Labor verwendet werden. Von Wasserfiltern rät die DGKJ explizit ab [2]. Dieser Empfehlung schließt sich der wissenschaftliche Beirat an.

Das Trinkwasser sollte immer selbst erwärmt und nicht warm aus der Leitung entnommen werden. Vor allem Boiler sind hygienisch problematisch. Pulverförmige Säuglingsnahrungen sind nicht steril, d. h., sie können Bakterien enthalten, wenn auch nur in ganz geringer Zahl. Das hygienische Hauptrisiko liegt in der Vermehrung gesundheitsgefährdender Bakterien, wie Escherichia coli und Salmonellen in der zubereiteten Milchnahrung. Es wird entscheidend von den Standzeiten beeinflusst, d. h. von der Zeit zwischen Zubereitung und Fütterung. Deshalb sollen Milchnahrungsreste entsorgt und nicht wieder aufgewärmt werden. Dies ist die entscheidende hygienische Vorsichtsmaßnahme.

Grundsätzlich ist eine bakterielle Verunreinigung des Wassers, z. B. durch Verschmutzung am Wasserhahn, denkbar. Wer dem begegnen möchte, kocht anfangs in den ersten Lebenswochen oder –monaten des Säuglings Wasser für die Zubereitung der pulverförmigen Säuglingsnahrung ab und lässt es danach auf 30–40°C abkühlen. Das Abkühlen ist wichtig, um Verbrühungen vorzubeugen. Eltern und Betreuungspersonen sollen konsequent darauf achten, nur außerhalb der Reichweite von Kindern mit heißem Wasser, heißen Speisen oder auch heißen Küchengeräten zu hantieren, um Verbrennungen und Verbrühungen zu vermeiden [3].

Bei der Zubereitung der Säuglingsnahrung sollen Eltern und Betreuungspersonen auch immer grundlegende Hygieneregeln beachten. Dazu gehört, sich vor der Zubereitung die Hände gründlich mit Seife unter fließend warmem Wasser zu waschen und rohe Lebensmittel nicht gleichzeitig in der Nähe zuzubereiten.