Weitere Empfehlungen zur Allergieprävention

Empfehlungen

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Frau, lächelt, liegt neben Baby
  • Alle Säuglinge und ganz besonders auch Säuglinge, deren Eltern oder Geschwister eine Allergie haben, sollten vor hoher Belastung mit Luftschadstoffen (z. B. durch Tabakrauch, Autoabgase, organische Lösungsmittel) geschützt werden.
  • Familien mit erhöhtem Allergierisiko sollten keine Katzen bei sich aufnehmen.
  • Auch allergiegefährdete Kinder sollen nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) geimpft werden.

Grundlagen der Empfehlungen

Die Empfehlungen basieren auf der aktuellen Leitlinie zur Allergieprävention der DGAKI und DGKJ [192].


Hintergrundinformationen

Als allergiegefährdet gelten Kinder, deren Eltern und/oder Geschwister allergisch erkrankt sind. Die Leitlinie Allergieprävention [192] führt aus, dass die Studienlage in Bezug auf Katzenhaltung heterogen ist, Einzelstudien jedoch bei Risikokindern ein deutlich erhöhtes Ekzemrisiko bei Katzenhaltung zeigen. Die ebenfalls in dieser Leitlinie aufgeführten Empfehlungen, ein Innenraumklima zu vermeiden, das Schimmel begünstigt, sowie lösungsmittelarme Lacke und Farben zu verwenden, gelten auch für Familien mit Kindern ohne erhöhtes Allergierisiko. Sie sind als allgemeine Empfehlungen zum Schutz der Gesundheit anzusehen. Dies gilt ebenso für die Empfehlung, nicht im Beisein des Kindes oder in den Räumen, in denen es sich aufhält, zu rauchen. Die Exposition gegenüber Tabakrauch erhöht das Allergierisiko (s. Abschn. Alkohol in der Stillzeit und Rauchen in der Stillzeit).

Auch Kinder mit erhöhtem Allergierisiko sollen nach denEmpfehlungen der STIKO geimpft werden. Belege für eine weitere Risikoerhöhung durch das Impfen gibt es nicht, wohl aber Hinweise auf allergiepräventive Wirkungen [192].