Zeit für B(r)eikost

Milchmahlzeiten haben Ihr Baby in den ersten Monaten prima versorgt. Jetzt möchte es mehr! Es reagiert neugierig auf andere Lebensmittel und braucht für seine Entwicklung zusätzlich Energie und Nährstoffe. Spätestens mit Beginn des 7. Monats ist es Zeit, Ihr Baby schrittweise an Brei zu gewöhnen.

Zeit für Brei!

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Baby bekommt Brei

Wachsen, lernen, den Bewegungsradius erweitern und die Welt neugierig erfassen: Ihr Baby hat immer mehr vor! Um genug Energie und Nährstoffe für seine atemberaubende Entwicklung zu haben, reichen Mutter- oder Säuglingsmilch nicht auf Dauer. Erweitern Sie deshalb den Speiseplan Ihres Babys: Frühestens mit Beginn des 5. Monats und spätestens mit Beginn des 7. Monats sollten Sie die Milchmahlzeiten nach und nach durch Breimahlzeiten, der so genannten Beikost, ersetzen.

Falls Sie stillen, machen Sie damit weiter, während Sie Ihr Baby an Brei gewöhnen. Das erleichtert Ihrem Kind die Umstellung auf die neue Nahrung und schützt gleichzeitig vor Allergien. Wann es Zeit zum Abstillen ist, bestimmen Sie gemeinsam.

Beobachten Sie Ihr Baby: Wenn es Interesse an anderen Lebensmitteln zeigt, Ihnen beim Essen neugierig zusieht oder nach dem Löffelchen greift, kann es Ihnen damit zeigen, dass es bereit ist.


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Ein neuer Brei pro Monat

Führen Sie Ihr Baby langsam ins Lebensmittel-Neuland: Es braucht eine Weile, um sich an das neue Essen zu gewöhnen und seine Verdauung umzustellen. Sie geben ihm genügend Zeit, wenn Sie Monat für Monat eine Milchmahlzeit nach der anderen durch einen Brei ersetzen und die Zutaten dafür nacheinander einführen. Starten Sie frühestens mit Beginn des 5. Monats und spätestens mit Beginn des 7. Lebensmonats Ihres Babys mit Breimahlzeiten.


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Brei-Fahrplan

  • zuerst: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

  • etwa einen Monat später: Milch-Getreide-Brei

  • etwa noch einen Monat später: Getreide-Obst-Brei

Am Anfang sollten Sie pro Woche nur eine neue Zutat anbieten, zum Beispiel erst Möhre und eine Woche später Kartoffel. Beobachten Sie, wie Ihr Baby das neue Lebensmittel verträgt und wie es auf das Essen mit dem Löffel reagiert. Später, wenn der erste Brei komplett gegessen wird, können Sie Ihr Baby alle drei oder vier Tage eine neue Variation zum Beispiel mit einer anderen Gemüseart kosten lassen.


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Allergiegefährdete Babys brauchen keinen „Extra-Brei“

Falls Ihr Baby ein erhöhtes Allergierisiko hat, können Sie genauso vorgehen, wie im vorherigen Abschnitt beschrieben. Lassen Sie Ihr Baby Schritt für Schritt neue Lebensmittel kennenlernen. Beziehen Sie dabei auch häufige Allergiauslöser wie Weizen oder Fisch mit ein. Es ist eine überholte Empfehlung, diese Lebensmittel bei allergiegefährdeten Babys im ersten Lebensjahr meiden zu müssen. Heute weiß man, dass der Verzicht nicht zum Schutz vor Allergien beiträgt. Im Gegenteil: Es ist gut, wenn das Immunsystem Ihres Babys schon im Rahmen der Beikost im richtigen Maß beansprucht wird.


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Selbst zubereitet oder gekauft?

Ob selbst zubereitet oder gekauft: Beide Beikost-Varianten versorgen Ihr Baby mit allen wichtigen Nährstoffen. Selbst für Ungeübte ist es nicht schwer, Brei selbst zuzubereiten. Es ist preiswert und Sie brauchen nur wenige verschiedene Lebensmittel einzukaufen. Die Zusammensetzung liegt bei Ihnen: Sie entscheiden über die Auswahl und die Anzahl der Zutaten. Industriell hergestellte Beikost erfüllt hohe gesetzliche Anforderungen, die Verwendung spart Zeit und Arbeit. Entscheiden Sie, was zu Ihnen passt. Wenn Sie Ihrem Baby zumindest ab und zu einen selbstgekochten Brei füttern, erweitern Sie die geschmackliche Vielfalt und schulen seinen Geschmack.


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Pur ist prima

Achten Sie bei Fertigprodukten auf solche mit wenigen Zutaten, wie in den Rezepten weiter unten. So ermöglichen Sie Ihrem Baby, den puren Geschmack der Lebensmittel zu erleben. Zusätze wie Zucker, Salz oder Aromastoffe braucht es nicht.


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Kuhmilch nur in kleinen Mengen

Mit dem Milch-Getreide-Brei lernt Ihr Baby zum ersten Mal Kuhmilch kennen. Im ersten Lebensjahr sollten Sie Ihrem Kind nur kleine Mengen Kuhmilch geben. Muttermilch oder Säuglingsmilch sind weiterhin die besten Milchmahlzeiten, denn sie enthalten ausreichend Nährstoffe, während in Kuhmilch manche Nährstoffe wie Jod und Eisen nicht ausreichend enthalten sind. Größere Mengen können zudem die Nieren Ihres Babys belasten. Fachleute raten deshalb auch davon ab, zusätzliche Milchprodukte wie Quark, Joghurt oder Milchpudding zu füttern.

Gegen Ende des 1. Lebensjahres kann der Getreide-Milch-Brei in eine Brotmahlzeit mit Milch übergehen. Das Kind steigt nun langsam ins Familienessen ein. Bieten Sie Ihrem Baby frühestens mit Beginn des 10. Monats im Rahmen dieser Brotmahlzeit Kuhmilch als Getränk an und geben Sie ihm die Milch in einer Tasse oder einem Becher. Auf Rohmilch und Vorzugsmilch sollten Sie verzichten. Sie enthalten Keime, die bei Ihrem Baby zu einer Infektion führen können.


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Zeit fürs Trinkenlernen

Wenn Ihr Baby bereits drei Breie am Tag isst, braucht es außer den Muttermilch- oder Flaschenmilch-Mahlzeiten zusätzlich Getränke: am besten Trinkwasser. Lassen Sie es ablaufen, bis es kalt aus der Leitung fließt. Abkochen ist nicht notwendig.

Füllen Sie das Trinkgefäß anfangs fast bis zum Rand, damit die Oberlippe des Babys gleich befeuchtet wird. Dadurch öffnet es automatisch seinen Mund. Geben Sie Ihrem Kind am besten Wasser oder ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee aus Glas, Becher oder Tasse. Ständiges Nuckeln am Fläschchen schadet den Zähnen.

Wasser aus Bleileitungen sollten Sie nicht verwenden und Wasser aus einem Hausbrunnen sollten Sie vorher prüfen lassen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Hauseigentümer nach der Wasserversorgung im Haus.


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