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Wie stillfreundlich ist Deutschland?

In einem neuen internationalen Vorhaben prüft Gesund ins Leben die Einflussfaktoren auf das Stillen in Deutschland.

Baby trinkt an Brust
Oscar Brunet / Fotolia.com

Die aktuellen Handlungsempfehlungen zur Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen lauten: Im 1. Lebenshalbjahr sollen Säuglinge gestillt werden, mindestens bis zum Beginn des 5. Monats ausschließlich. Auch nach Einführung von Beikost – spätestens mit Beginn des 7. Monats – sollen Säuglinge weitergestillt werden. Wie lange insgesamt gestillt wird, bestimmen Mutter und Kind.

In Deutschland werden jedoch nur 34% der Säuglinge vier Monate ausschließlich gestillt (Quelle: KiGGS Welle 1, Geburtsjahrgänge 2002–2012). Die Stillquote ist deutlich niedriger als in einigen Nachbarländern. Es besteht zudem kaum Überblick über Strukturen, Akteure und Maßnahmen zur Stillförderung in Deutschland.

In einem zweijährigen internationalen Projekt werden nun stillförderliche und hinderliche Faktoren systematisch erfasst. Das Ergebnis ist Grundlage, um gezielt effiziente und nachhaltige Maßnahmen zu planen und zu begleiten – damit Frauen und junge Familie auf allen Ebenen ein stillfreundliches Umfeld vorfinden, das sie bei einer Entscheidung für das Stillen bestärkt und unterstützt.

Das Projekt wird auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom Netzwerk Gesund ins Leben und der Nationalen Stillkommission gemeinsam mit der Universität Yale durchgeführt. Es verfolgt einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz und integriert alle relevanten Handlungsfelder rund ums Stillen: von einer öffentlichkeitswirksamen Anwaltschaft, über gesetzgeberische Maßnahmen und Monitoring-Aktivitäten bis hin zu Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

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Meldung zum Projektstart

Alles über das Projekt

Andrea Fenner, Edinburgh |

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