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Wissenswertes zum Coronavirus

Aktuelle Daten und Infos rund um gesundheitliche Fragen zum Coronavirus, für Sie zusammengestellt. (Stand: 8. April)

Covid-19
Mike Fouque – stock.adobe.com

Weil das Coronavirus neu ist, gibt es erst wenige Studien darüber. Die Daten reichen deshalb noch nicht aus, um viele Fragen zu COVID-19 sicher zu beantworten. Das Robert Koch-Institut ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung für die Überwachung von Krankheiten. Es prüft ständig die international verfügbaren Daten zum neuen Coronavirus. Es sagt derzeit:

  • Schwangere scheinen kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben.
  • Eine Übertragung im Mutterleib wurde derzeit noch nicht nachgewiesen. Es gibt Einzelfallberichte von Neugeborenen mit Coronavirus. Hier ist aber unklar, ob die Übertragung während der Schwangerschaft, während der Geburt oder nach der Geburt erfolgte.
  • Haben Familienmitglieder das Coronavirus, ist eine Übertragung auf das neugeborene Kind über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. Hygienemaßnahmen helfen.
  • Stillen wird weiter für alle empfohlen. Bisher gibt es keine Nachweise des Virus in Muttermilch.
  • Wenn Kinder an dem neuen Coronavirus erkranken, scheint die Krankheit häufig milder zu verlaufen als bei Erwachsenen. Es können aber auch schwere Krankheitsverläufe vorkommen. Wenn Kinder außerhalb ihres Hauses unterwegs sind, sollen sie (wie Erwachsene) mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen halten. Das hilft, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Kinder, die keinen Abstand zu anderen halten können oder wollen, sollten zu Hause bleiben.

FAQ für Schwangere und ihre Familien
Führende Fachorganisationen haben Fragen und Antworten zu Schwangerschaft und Corona-Virus-Infektionen zusammengestellt:
Frauenärzte im Netz (Stand: 20.3.2020)

Baby trinkt an der Brust
Gute Nachrichten: Muttermilch stärkt die Abwehr des Babys und überträgt das Coronavirus nicht.

Stillen wird empfohlen
Auch und gerade in Zeiten von Corona gilt: Stillen wird für alle empfohlen. Das sagt die Nationale Stillkommission. Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass das Virus über die Muttermilch übertragen werden kann. Dafür bringt Stillen weiterhin zahlreiche Vorteile für Mutter und Kind mit sich. Muttermilch enthält z. B. viele Immunstoffe und stärkt damit die Abwehrkräfte des Babys. Ist die Mutter mit dem Coronavirus infiziert (oder besteht ein begründeter Verdacht dafür), wird Stillen weiter empfohlen.

Baby füttern, wenn die Mutter das Coronavirus hat
Das neue Coronavirus wird hauptsächlich über Tröpfcheninfektion weitergegeben. Dabei gibt ein erkrankter Mensch kleine Tröpfchen mit dem Virus beim Niesen, Husten, Sprechen oder Atmen an die Luft ab. Ein anderer Mensch kann sie einatmen und krank werden. Enger Kontakt zwischen einem erkrankten Menschen und einem Baby stellt deshalb ein Übertragungsrisiko dar. Beim Füttern des Babys mit Muttermilch oder Säuglingsmilch sind deshalb folgende Hygienemaßnahmen wichtig:

  • Die Mutter sollte vor und nach dem Kontakt mit dem Kind gründlich die Hände waschen und idealerweise einen Mundschutz tragen, um eine Tröpfcheninfektion zu verhindern.
  • Wenn das Baby abgepumpte Muttermilch oder Säuglingsmilch bekommt, ist auch hier Hygiene wichtig. Pumpe und Fläschchen müssen nach dem Gebrauch sterilisiert werden.
  • Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen, Tragen eines Mundschutzes und Reinigen/Desinfizieren von kontaminierten Oberflächen sind generell empfohlen, wenn infizierte Menschen (oder Verdachtsfälle) mit Kindern umgehen.

Hebammen helfen per Videochat
Hebammen können Schwangeren und Paaren mit Neugeborenen ihre Hilfe während der Coronasituation per Videochat anbieten. Bis Mitte Juni könne verstärkt auf Beratung oder Kursteilnahme in Echtzeit per Videotelefonie zurückgegriffen werden. Über diese Übergangsregelung informierten Hebammenverbände und der Spitzenverband der Krankenkassen. Den versicherten Frauen sollen dabei keine zusätzlichen Kosten z. B. für eine bestimmte Software entstehen.
Meldung des Deutschen Hebammenverbandes (24.3.2020)

U-Untersuchungen während Corona?

Ausschnitt Untersuchungsheft Kinderarzt
Termine für U2 bis U5 und Impfungen einhalten. Die U6 bis U9 können nachgeholt werden.

Die Vorsorgeuntersuchungen für Babys und Kleinkinder haben normalerweise feste Termine. Für die Untersuchungen U6 bis U9 gelten die festen Abstände vorübergehend nicht mehr. Sie können in Absprache mit Ihrer Kinder- und Jugendärztin bzw. Ihrem -Arzt zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Die Untersuchungen werden auch nach den eigentlich vorgesehenen Zeiträumen noch von den Krankenkassen bezahlt, wenn sie bis spätestens Ende September 2020 nachgeholt werden.

Die U2 bis U5 sowie alle empfohlenen Impfungen sollten jedoch weiter wie geplant durchgeführt werden. Diese Vorsorgen sind entscheidend, da sich in dieser Phase wichtige Entwicklungsschritte ereignen und viele Krankheitsfolgen frühzeitig verhindert werden können. Darauf weist der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte hin. Diese Vorsorgen sind entscheidend, da sich in dieser Phase wichtige Entwicklungsschritte ereignen und viele Krankheitsfolgen frühzeitig verhindert werden können. Die Ärzt*innen hätten ihre ohnehin sehr strengen Hygienepläne nochmals deutlich verschärft. Diese werden weiterhin an die Vorgaben der Behörden und der Fachgesellschaften angepasst, sodass Eltern und kleine Kinder für diese wichtigen Vorsorgeuntersuchungen in die Praxis gehen sollten, wenn das Kind und die Begleitperson gesund sind.

Die neuen Regeln gelten bis Ende September 2020. Das haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der Krankenkassen beschlossen.

Familienzeit gesund und positiv gestalten
Eine Allianz zahlreicher Verbände rund um Familien- und Kindergesundheit begleitet Eltern mit einem neuen Angebot durch die Corona-Zeit. Unter www.kinderaerzte-im-netz.de finden Eltern regelmäßig neue alltagstaugliche Tipps zu Themen, die sie in Zeiten der Kontaktsperre bewegen, z.B. Umgang mit Stress und Streit und Anregungen fürs Lernen mit allen Sinnen.
Mehr auf www.kinderaerzte-im-netz.de

Mit Kindern über Corona sprechen
Kinder nehmen die Veränderungen in ihrer Familie und in ihrem sozialen Umfeld mit der aktuellen Situation sehr genau wahr. In der folgenden Broschüre finden Eltern und andere Bezugspersonen Anregungen, wie sie in dieser möglicherweise belastenden Situation mit ihren Kindern sprechen können.
Informationen für Familien von der Bundesregierung

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus (COVID-19)
Fragen & Antworten, Empfehlungen für die Bevölkerung und einzelne Gruppen, Hotlines, Podcasts und hilfreiche Downloads gibt es auf der Seite des Bundesgesundheitsministerium.
Bundesgesundheitsministerium
www.zusammengegencorona.de (beides tagesaktuell)

Arbeits- und arbeitsschutzrechtliche Fragen zum Coronavirus
Habe ich einen Anspruch darauf, von zu Hause aus zu arbeiten? Muss ich zur Kinderbetreuung Urlaub nehmen, wenn mein Kind nicht krank ist, aber die Kita/Schule meines Kindes (länger) geschlossen wird? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Bundesarbeitsministerium (Stand: 1.4.2020)

In Einfacher Sprache: Informationen zum Coronavirus (COVID-19)
Bundesgesundheitsministerium (Stand: 20.3.2020)

 

Zuletzt auf Aktualität geprüft am 8.4.2020 um 11.30 Uhr

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Kleinkinder rühren, Eltern helfen
Halfpoint – stock.adobe.com

COVID-19

Tipps für die gemeinsame Zeit Familienalltag in Zeiten des Coronavirus

Kitas und Schulen sind geschlossen, persönliche Kontakte sollen reduziert werden. Der neue Alltag ist für Eltern eine Herausforderung, er bietet aber auch Chancen. Hier gibt es Tipps für die gemeinsame Zeit und einfache Rezepte.

All das und mehr auf bzfe.de

Mutter mit schreiendem Baby hält sich den Kopf
Antonioguillem – stock.adobe.com

Beratung

Mir ist das alles zu viel! Hilfe für Eltern per Telefon oder online

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus fallen zur Zeit Eltern-Kind-Gruppen aus. Familienzentren sind zu und viele Beratungsstellen sind für den Publikumsverkehr weitgehend geschlossen. An wen können Sie sich jetzt wenden, wenn sie Fragen und Sorgen rund um die Familie haben? Wer hört Ihnen zu oder berät Sie, wenn Sie in Not oder in einer Konfliktsituation sind? Hier finden Sie Hilfe und Unterstützung per Telefon oder Online-Beratung:

www.elternsein.info

Abstand halten und zusammen halten

Warum ist Abstand halten so wichtig? Reinschauen und mehr wissen!

#WirbleibenZuhause 

#ZusammengegenCorona

Frau mit Herz auf Hand
nanihta – stock.adobe.com

COVID-19

Mehr denn je ist Solidarität gefragt Ich mache mit!

Einfache Maßnahmen können helfen, sich selbst und andere vor Ansteckungen zu schützen:

 

  • Bleiben Sie so oft wie möglich zu Hause.
  • Halten Sie Abstand zu anderen Menschen.
  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch.
  • Waschen Sie regelmäßig und gründlich Ihre Hände.
  • Nutzen Sie, wenn möglich, keine öffentlichen Verkehrsmittel. Gehen Sie zu Fuß.
  • Kaufen Sie nicht in Stoßzeiten ein.
  • Meiden Sie Menschengruppen.

Aktuelle Infos, Erklärvideos, Merkblätter und mehr gibt es auf www.infektionsschutz.de

Bitte informieren Sie sich auch zu möglichen regionalen bzw. lokalen Maßnahmen, die zu beachten sind.

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Alkohol, Rauchen und Medikamente: Gesund leben in der Schwangerschaft Stillen: Prima für Mutter und Kind Meine Rechte rund ums Stillen: Hebammenhilfe, Stillberatung und Mutterschutz Essen und Trinken für Kleinkinder: Was kommt auf den Tisch?
Virusschema Coronavirus
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COVID-19

Informationen für Fachkreise Wissenswertes zum Coronavirus

Hier gibt es relevante Informationen für Fachkräfte, die mit Schwangeren und jungen Familien zusammenarbeiten.

 

Tagesaktuelle Corona-Ticker

Frauenärzte im Netz

Deutscher Hebammenverband

Kinder- und Jugendärzte im Netz

FAQ für schwangere Frauen und ihre Familien

Fragen und Antworten zu spezifischen Risiken der COVID-19-Virusinfektion vom German Board and College of Obstetrics and Gynecology (GBCOG), abgestimmt mit dem Royal College of Obstetricians and Gynaecologists und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

FAQ

Kreißsaalempfehlungen

Empfehlungen der DGGG im Rahmen der COVID-19-Präventionsmaßnahmen für die geburtshilfliche Versorgung in deutschen Krankenhäusern und Kliniken

Empfehlungen

Umgang mit Schwangeren und Wöchnerinnen im COVID-19-(Verdachts-)Fall

Infopapier des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) mit allgemeinen Hinweisen für den Umgang mit schwangeren Frauen und Wöchnerinnen mit Verdacht auf COVID-19, die möglicherweise COVID-19 ausgesetzt waren oder Symptome aufweisen, die auf COVID-19 hinweisen.

Infopapier

Für Hebammen

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat Arbeitshilfen, rechtliche Hinweise und Informationen für die Tätigkeit von Hebammen im klinischen und außerklinischen Bereich während der Coronakrise zusammengestellt.

Informationen

Stillen und COVID-19

Stellungnahme der Nationalen Stillkommission

Stand: 8.4.2020, 11.30 Uhr