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Atemprobleme bei Babys durch neuen Fußboden

Werdende Eltern renovieren häufig, um die Wohnung für ihr Baby vorzubereiten. Neue Fußböden im Wohnraum einer Schwangeren erhöhen jedoch das Risiko, dass das Kind im ersten Lebensjahr Atemwegsbeschwerden entwickelt. 

Werdende Eltern renovieren häufig, um die Wohnung für ihr Baby vorzubereiten. Neue Fußböden im Wohnraum einer Schwangeren erhöhen jedoch das Risiko, dass das Kind im ersten Lebensjahr Atemwegsbeschwerden entwickelt. Besonders gefährdet sind Kinder, deren Mutter oder Vater bereits an Asthma, Heuschnupfen oder anderen allergischen Erkrankungen leiden. Bei ihnen verfünffacht sich das Risiko. Zu diesem Schluss kommt die LiNA-Studie (LiNA – Lebensstil und Umweltfaktoren und deren Einfluss auf das Neugeborenen-Allergierisiko), die gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und dem Städtischen Klinikum „St. Georg“ in Leipzig durchgeführt wird.

Die Wissenschaftler untersuchten die Auswirkungen von flüchtigen organischen Verbindungen in den Monaten vor und nach der Geburt auf Atemprobleme in der frühen Kindheit. Flüchtige organische Verbindungen wie Styrol oder Ethylbenzol können in höheren Konzentrationen aus neuen Fußböden ausdünsten und dann über die Atemluft aufgenommen werden. Die Ergebnisse der LiNA-Studie zeigen, dass Renovierungen nach der Geburt des Kindes viel geringere Auswirkungen auf Atemwegsprobleme hatten als während der Schwangerschaft. Die Wissenschaftler empfehlen deshalb, zumindest in der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr keine neuen Fußböden zu verlegen.

Quelle: Franck U et al.: Prenatal VOC exposure and redecoration are related to wheezing in early infancy. Environment International 2014, 73:393–401

Andrea Fenner, Edinburgh www.gesund-ins-Leben.de

10.02.2015

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