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Auf was sollten schwangere Frauen bei einer vegetarischen Ernährung achten?

Vegetarische Ernährung liegt im Trend. 5,3 Millionen Menschen in Deutschland bezeichnen sich selbst als Vegetarier oder verzichten weitgehend auf Fleisch. Vegetarierinnen möchten sich meist auch in der Schwangerschaft fleischlos ernähren. Doch kann eine vegetarische Ernährung den Nährstoffbedarf decken? Sind Supplemente notwendig? Und wenn ja, welche?

Frage: Vegetarische Ernährung liegt im Trend. 5,3 Millionen Menschen in Deutschland bezeichnen sich selbst als Vegetarier oder verzichten weitgehend auf Fleisch. Vegetarierinnen möchten sich meist auch in der Schwangerschaft fleischlos ernähren. Doch kann eine vegetarische Ernährung den Nährstoffbedarf decken? Sind Supplemente notwendig? Und wenn ja, welche?

Antwort: Mit einer ausgewogenen ovo-lakto-vegetarischen Ernährung, die neben Gemüse, Obst, Vollkornprodukten auch Milch(produkte) und Eier enthält, kann der Bedarf an den meisten Nährstoffen auch in der Schwangerschaft gedeckt werden, informiert das Netzwerk Gesund ins Leben, eine IN FORM-Initiative des Bundesernährungsministeriums. Zusätzlich sollten Vegetarierinnen in der Schwangerschaft – genauso wie alle anderen Schwangeren auch – in den ersten drei Monaten täglich 400 µg Folsäure und während der gesamten Schwangerschaft täglich 100 (bis 150) µg Jod ergänzen. Ebenfalls empfehlenswert ist die Einnahme von 200 mg DHA (Docosahexaensäure), wenn nicht regelmäßig Fisch gegessen wird (was manche Vegetarierinnen durchaus tun). Ob weitere Supplemente, wie z. B. Eisen, notwendig sind, ist im Einzelfall im Rahmen einer medizinischen Beratung und ggf. entsprechender Blutuntersuchung zu klären. Bei einer rein pflanzlichen – der veganen – Ernährung ist eine ausreichende Nährstoffversorgung in der Schwangerschaft nicht möglich. Veganerinnen, die ihre Ernährung in der Schwangerschaft nicht verändern möchten, brauchen eine ausführliche Beratung und sollten Mikronährstoffsupplemente zu sich nehmen.

Die ausführliche Antwort mit Literaturverweisen finden Sie hier

Andrea Fenner, Edinburgh, www.gesund-ins-leben.de

13.10.2015.

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