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DONALD-Daten zur Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern

Im European Journal of Nutrition sind im März neue Ergebnisse aus der DONALD-Studie veröffentlicht worden. Die Daten der Langzeit-Kohortenstudie DONALD sind nicht repräsentativ. Sie ermöglichen aber die Beobachtung zeitlicher Trends. Hier ausgewählte Ergebnisse:

Im European Journal of Nutrition sind im März neue Ergebnisse aus der DONALD-Studie veröffentlicht worden. Die Daten der Langzeit-Kohortenstudie DONALD sind nicht repräsentativ. Sie ermöglichen aber die Beobachtung zeitlicher Trends. Hier ausgewählte Ergebnisse:

Stillen

Zwischen 2004 und 2013 hat sich der Anteil ausschließlich gestillter Säuglinge in der Dortmunder DONALD-Studie nicht signifikant verändert. Im Alter von 3 Monaten bekommen weiter nur rund zwei Drittel der Kinder ausschließlich Muttermilch. Nach den bundesweit einheitlichen Empfehlungen von Gesund ins Leben sollten Säuglinge mindestens bis zu Beginn des 5. Monats ausschließlich gestillt werden. In der Studiengruppe sind Mütter mit einem höheren Bildungs- und sozioökonomischen Status überrepräsentiert. Obwohl diese in der Regel häufiger und länger stillen als Mütter mit niedrigerem Bildungs- und sozioökonomischen Status, erreicht ein Drittel die Empfehlung nicht. Stillförderung und Stillunterstützung sind daher weiter nötig.

Makronährstoffe und Energie

Zwischen 2004 und 2013 sind im Säuglingsalter die Proteinaufnahme und der Verzehr von zugesetztem Zucker leicht zurückgegangen, während bei Kleinkindern im gleichen Zeitraum die Aufnahme von Fett etwas zurückgegangen ist. Nicht gestillte Säuglinge nahmen im gesamten Zeitraum pro Tag mehr Energie, Protein, Kohlenhydrate und zugesetzte Zucker sowie weniger Fett als gestillte Säuglinge auf.

Flaschenmilch

Kleinkinder bekommen häufig noch Milch aus der Flasche (Kuh-, Säuglings- oder Kindermilch), das gilt zum Beispiel für ein Viertel der Zweijährigen in dieser DONALD-Auswertung. Der mengenmäßige Anteil von Flaschenmilch an der Ernährung ist bei Kleinkindern in den beobachteten zehn Jahren leicht gestiegen. Gleichzeitig wurde der Anteil, den Familienessen ausmacht, etwas kleiner. Das Netzwerk Gesund ins Leben empfiehlt eine Umstellung von der Beikost zum gemeinsamen Familienessen rund um den ersten Geburtstag. Um dem Trend der Infantilisierung der Kleinkindkost entgegen zu wirken, sollten Fachkräfte Eltern dabei unterstützen. Zum Beispiel sollten Kleinkinder Getränke aus Glas, Tasse oder offenem Becher bekommen und nicht mehr aus der Flasche. Welche Getränke geeignet sind und wie viel ein Kleinkind trinken sollte, ist hier nachzulesen.

Quelle: Fotorek K, Hilbig A, Kersting M, Alexy U: Age and time trends in the diet of young children: results of the DONALD study. European Journal of Nutrition, March 2016, 55 (2) 611–620

Andrea fenner, Edinburgh, www.gesund-ins-leben.de

14.04.2016

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