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Ernährung der Mutter könnte Genexpression beim Kind beeinflussen

Der Lebensstil und die Ernährungsgewohnheiten der Mutter in der Zeit rund um die Empfängnis haben möglicherweise einen Einfluss auf die Aktivität von Genen beim Kind. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die im Juni in Genome Biology veröffentlicht wurde.

Der Lebensstil und die Ernährungsgewohnheiten der Mutter in der Zeit rund um die Empfängnis haben möglicherweise einen Einfluss auf die Aktivität von Genen beim Kind. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die im Juni in Genome Biology veröffentlicht wurde.

Die Wissenschaftler haben Säuglinge von Frauen im ländlichen Ghana untersucht, die entweder zum Höhepunkt der Regenzeit oder der Trockenperiode gezeugt worden sind. Das Nahrungsangebot ist in beiden Phasen sehr unterschiedlich. Je nach Saison, in der ein Kind gezeugt wurde, unterschied sich beim VTRNA2-1-Gen die Methylierung, die bestimmte Bereiche des Gens „an-“ oder „abschaltet“. Das Gen kontrolliert unter anderem die Immunabwehr auf Virusinfektionen. Da die Methylierung bestimmte Nährstoffe erfordert, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Ernährung vor und in der Schwangerschaft einen Einfluss auf die Genexpression haben kann.

Orginalarbeit: Silver MJ, Kessler NJ et al.: Independent genomewide screens identify the tumor suppressor VTRNA2-1 as a human epiallele responsive to periconceptional environment. Genome Biology 2015, 16:118. doi:10.1186/s13059-015-0660-y

Meldung zur Studie auf www.foodnavigator.com

Andrea Fenner, Edinburgh, www.gesund-ins-leben.de

13.08.2015

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