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Ist Baby-Ied weaning die neue Form der Beikost?

Baby-led weaning heißt ein neuer Trend in der Beikost. Der Säugling wird nicht wie bisher mit Brei gefüttert, sondern isst bevorzugt stückige Lebensmittel, die er sich selbst vom Familientisch nimmt.

Frage: Baby-led weaning heißt ein neuer Trend in der Beikost. Der Säugling wird nicht wie bisher mit Brei gefüttert, sondern isst bevorzugt stückige Lebensmittel, die er sich selbst vom Familientisch nimmt. Das soll Vorteile für die langfristige Entwicklung eines gesunden Essverhaltens haben. Die Verunsicherung ist groß. Kann das Baby mit dieser Beikostform besser versorgt werden? Hat die B(r)eikost ausgedient?

Antwort: Wenn im zweiten Lebenshalbjahr der Energie- und Nährstoffbedarf des Säuglings steigt, reicht Muttermilch oder Säuglingsmilch allein nicht mehr aus. Feste Lebensmittel müssen sie ergänzen: Die Beikostzeit beginnt. Den Säugling dabei liebevoll zu begleiten, sich Zeit für die Mahlzeiten zu nehmen, die Signale des Kindes wahrzunehmen, richtig zu interpretieren und angemessen zu beantworten, all das fördert ein gesundes Essverhalten und ist wünschenswert. Für eine gute Versorgung ist aber auch ein ausgewogenes Angebot wichtig. Der Ernährungsplan des Forschungsinstituts für Kinderernährung, der die sukzessive Einführung von drei Breien beinhaltet, entspricht dem ernährungsphysiologischen Bedarf des Kindes. Diesen Nachweis hat Baby-led weaning bisher nicht erbracht, wie eine Analyse des Forschungsinstituts für Kinderernährung zeigt. Die Empfehlung des Netzwerks Gesund ins Leben, eine IN FORM-Initiative des Bundesernährungsministeriums, lautet daher: Eltern sollten sich in der Beikost weiterhin an dem bewährten und sicheren Ernährungsplan orientieren. Doch das schließt Fingerfood nicht aus. Werden dem Säugling zusätzlich nährstoffreiche Lebensmittel in Stückchen angeboten, kann er sie mit allen Sinnen erfahren und spielerisch eine gesunde Ernährung entdecken. Auch für Babys, die Brei eher verweigern, kann dies ein Weg für eine gute Versorgung sein.

Die ausführliche Antwort mit Literaturverweisen finden Sie hier.

Die Analyse des Forschungsinstituts für Kinderernährung können Sie hier nachlesen: (PDF)

Andrea Fenner, Edinburgh, www.gesund-ins-leben.de

14.04.2015

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