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KiGGS-Faktenblatt zum Rauchen in der Schwangerschaft

Rund 12 Prozent der Mütter haben in der Schwangerschaft regelmäßig oder gelegentlich geraucht. Je höher der Sozialstatus der Familie, desto geringer ist der Anteil der Mütter, die in der Schwangerschaft rauchten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Auswertung der repräsentativen Gesundheitserhebung „KiGGS Welle 1“ für Kinder und Jugendliche in Deutschland, die zwischen 2009 und 2012 stattfand.

Rund 12 Prozent der Mütter haben in der Schwangerschaft regelmäßig oder gelegentlich geraucht. Je höher der Sozialstatus der Familie, desto geringer ist der Anteil der Mütter, die in der Schwangerschaft rauchten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Auswertung der repräsentativen Gesundheitserhebung „KiGGS Welle 1“ für Kinder und Jugendliche in Deutschland, die zwischen 2009 und 2012 stattfand. Das Robert-Koch Institut hat die Kernergebnisse zum Rauchen in der Schwangerschaft in einem kostenlosen Faktenblatt zusammengefasst.

Vergleich mit Basiserhebung

Im Vergleich zur KiGGS-Basiserhebung (2003–2006) hat sich die soziale Schere weiter geöffnet. Das Risiko für Zigarettenrauch in der Schwangerschaft ist für Kinder mit niedrigem Sozialstatus 14-fach höher als in Familien mit hohem Sozialstatus (Basiserhebung: 6-fach). Seit der KiGGS-Basiserhebung ist der Anteil rauchender Schwangerer von 19,9 auf 12,1 Prozent zurückgegangen. Andere Studien bestätigen ebenfalls einen Rückgang. Unterstützungsbedarf besteht jedoch weiterhin, vor allem bei Frauen mit niedrigem Sozialstatus, bei Frauen mit niedriger Bildung und bei jungen Frauen. Ist die Mutter bei der Geburt unter 25 Jahre alt, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in der Schwangerschaft raucht, doppelt so hoch wie bei Müttern über 35. Das zeigen sowohl die KiGGS-Basiserhebung als auch die Folgebefragung.

Jede Zigarette weniger hilft

Rauchen in der Schwangerschaft kann gravierende Auswirkungen auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes haben und unter anderem das Risiko für Fehlbildungen, Früh- und Fehlgeburten erhöhen. Auch die Wahrscheinlichkeit für Übergewicht und Allergien beim Kind steigt. Schwangere sollten deshalb möglichst konsequent aufs Rauchen verzichten und außerdem Räume meiden, in denen geraucht wird oder wurde. Denn Schadstoffe aus dem Tabakrauch verbleiben selbst nach dem Lüften in Möbeln und Gardinen und gelangen von dort wieder in die Luft.

Mehr Infos

Andrea Fenner, Edinburgh, www.gesund-ins-leben.de

16.06.2016

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