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KiGGS-Faktenblatt zum Stillverhalten

Neben Daten zur Gesundheit der in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen liefert die KiGGS-Studie auch Hinweise für die Stillförderung. Das Robert Koch-Institut hat jetzt die wichtigsten Ergebnisse aus der KiGGS-Welle 1 zum Stillverhalten in einem Faktenblatt zusammengefasst. 

Neben Daten zur Gesundheit der in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen liefert die KiGGS-Studie auch Hinweise für die Stillförderung. Das Robert Koch-Institut hat jetzt die wichtigsten Ergebnisse aus der KiGGS-Welle 1 zum Stillverhalten in einem Faktenblatt zusammengefasst. Die Kernergebnisse sind: Ein Großteil der 0- bis 6-jährigen Kinder (82,1%) wurde als Säuglinge jemals gestillt. Die Stillquote hat sich im Vergleich zur KiGGS-Basiserhebung (77,9%) damit leicht erhöht. Die durchschnittliche Stilldauer lag weiter bei 7,5 Monaten. Die Empfehlung von Nationaler Stillkommission und Gesund ins Leben, mindestens bis zum Beginn des 5. Lebensmonats ausschließlich zu stillen, wurde nur bei einem Drittel der Kinder (34%) erfüllt. Kinder von Müttern mit einfacher Bildung wurden signifikant seltener und kürzer gestillt als Kinder von Müttern mit mittlerer oder hoher Bildung.

Da sich die Stillbereitschaft schon in der Schwangerschaft entwickelt, sollte die Stillförderung vor der Geburt des Kindes beginnen und nach der Geburt fortgesetzt werden. Hebammen, Geburtskliniken und niedergelassene Ärzte sind hier gefragt, um (werdende) Mütter – insbesondere mit niedrigem Bildungsstatus – zu unterstützen. Gesund ins Leben rät auch dazu Väter in die Beratung mit einzubeziehen, denn sie haben einen starken Einfluss auf die Einstellung zum Stillen und zur Stilldauer.

KiGGS-Faktenblätter

Netzwerkmedien zum Stillen und 1. Lebensjahr

Andrea Fenner, Edinburgh, www.gesund-ins-leben.de

13.08.2015

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