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Kulturelle Vielfalt in Präventionsangeboten

Welche Möglichkeiten gibt es, kulturelle Vielfalt in Präventionsangeboten für junge Familien zu berücksichtigen, und warum ist das überhaupt notwendig?

Welche Möglichkeiten gibt es, kulturelle Vielfalt in Präventionsangeboten für junge Familien zu berücksichtigen, und warum ist das überhaupt notwendig? Dazu tauschten sich beim Kongress „Armut und Gesundheit“ Anfang März in Berlin rund 70 Teilnehmende in einem Workshop von Gesund ins Leben aus. Wer nicht dabei sein konnte, findet hier Studienergebnisse und einen Vortrag aus dem Workshop zum Nachlesen.

Der Einfluss von Migrations- und Akkulturationsprozessen auf Schwangerschaft und Geburt: Ergebnisse der Berliner Perinatalstudie

Gibt es Versorgungsunterschiede in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zwischen Frauen mit und ohne Migrationshintergrund? Welchen Einfluss haben hierbei soziale und migrationsbezogene Faktoren? Diesen und weiteren Fragen ging die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Studie „Perinatale Gesundheit + Migration in Berlin“ nach. Die Datenerhebung fand an drei Berliner Geburtskliniken statt: 7.100 Frauen wurden zu sozialen und migrationsspezifischen Fragen interviewt, anschließend konnten die Befragungsdaten mit den Perinataldaten der Kliniken verlinkt und ausgewertet werden.

Erste Ergebnisse sind hier publiziert:

David M et al.: Comparison of Perinatal Data of Immigrant Women of Turkish Origin and German Women – Results of a Prospective Study in Berlin. Geburtsh Frauenheilk 2014; 74: 441–448 (PDF)

Brenne S et al.: Wie können Migrantinnen erreicht werden? Forschungsprozesse und erste Ergebnisse der Berliner Perinatalstudie. In: Esen E, Borde T (Hrsg.): Deutschland und die Türkei – Band II. Forschen Lehren und Zusammenarbeiten in Gesellschaft, Gesundheit und Bildung. 2013 (PDF)

Gesund ins Leben – Kultursensibilität in wissenschaftlichen Empfehlungen

Gesund ins Leben hat gemeinsam mit allen relevanten Fachgesellschaften und Berufsverbänden bundesweit einheitliche Handlungsempfehlungen zu einem gesunden Lebensstil für junge Familien entwickelt. Diese berücksichtigen in erster Linie die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten deutscher bzw. mitteleuropäischer Familien. Um auch junge Eltern aus anderen Kulturkreisen darüber zu informieren, sollten kultursensible Aspekte in die Handlungsempfehlungen mit einfließen. In einem Impulsreferat wurden Ansprüche und Wirklichkeit der Kultursensibilität in wissenschaftlichen Empfehlungen vorgestellt und diskutiert.

Impulsreferat „Gesund ins Leben – Kultursensibilität in wissenschaftlichen Empfehlungen“ von Dr. Erika Sievers (PDF)

Andrea Fenner, Edinburgh, www-gesund-ins-leben.de

14.04.2015

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