Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Listeriose und Toxoplasmose - Auf welche Lebensmittel sollten Schwangere verzichten?

Lebensmittelinfektionen wie Listeriose und Toxoplasmose können dem ungeborenen Kind schaden. Deshalb werden schwangere Frauen vor bestimmten Lebensmitteln gewarnt. Doch wie stark muss die Auswahl wirklich eingeschränkt werden?

Frage: Lebensmittelinfektionen wie Listeriose und Toxoplasmose können dem ungeborenen Kind schaden. Deshalb werden schwangere Frauen vor bestimmten Lebensmitteln gewarnt. Doch wie stark muss die Auswahl wirklich eingeschränkt werden?

Antwort: Etwa 40 Fälle von Toxoplasmose und Listeriose in der Schwangerschaft wurden dem Robert Koch-Institut im Jahr 2014 gemeldet. Das klingt bei rund 700.000 Geburten pro Jahr nicht viel, doch ist von einer Dunkelziffer auszugehen. Die Folgen für das Kind können schwerwiegend sein und sogar zu Früh- und Totgeburten führen. Vorbeugen ist einfach. Die wichtigste Empfehlung lautet: Lebensmittel vom Tier nur durcherhitzt, also gekocht, gebraten oder pasteurisiert, zu essen. Das gilt für Fisch, Fleisch, Milch und Milchprodukte genauso wie Eier. Das schränkt die Lebensmittelauswahl zwar etwas ein, doch eine ausgewogene Ernährung ist weiterhin leicht zu realisieren. Was noch dazu gehört: auf Sauberkeit in der Küche achten, Obst und Gemüse gründlich waschen und schälen und das Händewaschen nicht vergessen. Schwangere, die eine Infektion vermuten, sollten ihren betreuenden Frauenarzt konsultieren.

Die ausführliche Antwort mit Literaturverweisen finden Sie hier.

Andrea Fenner, Edinburgh, www.gesund-ins-leben.de

16.02.2016

als hilfreich bewerten 0 Versenden