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Neues Bundeszentrum für Ernährung

Bundesernährungsminister Christian Schmidt schafft ein neues Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Das Netzwerk Gesund ins Leben wird als eigenständige Einheit im neuen Zentrum fortgeführt und soll in seinen Aufgaben gestärkt werden.

Bundesernährungsminister Christian Schmidt plant, die Ernährungskommunikation in Deutschland neu zu organisieren. Dafür wird ein Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) geschaffen, das Anfang 2017 seine Arbeit aufnehmen soll. Das Netzwerk Gesund ins Leben wird als eigenständige Einheit im neuen Zentrum fortgeführt und soll in seinen Aufgaben gestärkt werden.

Kompetenzen und Kommunikation gebündelt

In Deutschland gibt es zahlreiche Institutionen, die mit staatlicher Förderung über Ernährung kommunizieren. Was fehlt, ist DAS Kompetenz- und Kommunikationszentrum für Verbraucher/-innen und Fachkräfte. Dies soll nun mit der Gründung eines Bundeszentrums für Ernährung unter dem Dach der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) geschaffen werden. Zu den Zielen gehört, Menschen mehr Sicherheit und Orientierung in Ernährungsfragen zu bieten und sie durch Unterstützung auf der Verhaltens- und Verhältnisebene in einem gesundheitsförderlichen Lebensstil zu stärken.

Die Zukunft von Gesund ins Leben

Die Förderung der Ernährung und Gesundheit in den ersten 1.000 Lebenstagen soll ein Hauptschwerpunkt im neuen Bundeszentrum für Ernährung sein. In dieser Lebensphase besteht die einmalige Chance, die Weichen in Richtung lebenslange Gesundheit zu stellen und gesundheitsförderliche Verhaltensweisen bei Kindern und Eltern auszubilden.

Bereits seit 7 Jahren bündelt und koordiniert das Netzwerk Gesund ins Leben als „Drehscheibe“ Aktivitäten zur Förderung eines gesunden Lebensstils – von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter. Im Bundeszentrum für Ernährung wird Gesund ins Leben seine Arbeit als eigenständige Einheit fortführen und Familien beim gesunden Aufwachsen ihrer Kinder unterstützen. Das Netzwerk wird weiter neutral und unabhängig informieren und seine Maßnahmen (Handlungsempfehlungen, Materialien, Fortbildungen etc.) auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickeln.

„Wir sind mit unserer Erfahrung, unserer partizipativen Arbeitsweise und mehr als 600 Partner-Organisationen gut aufgestellt, um unsere ‚Drehscheiben-Funktion‘ in der neuen Struktur weiter wahrzunehmen und auszubauen“, erläutert Maria Flothkötter, Leiterin von Gesund ins Leben. „Erfolgreiche und sozial gerechte frühkindliche Gesundheitsförderung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die wir relevante gesellschaftliche Kräfte (inkl. Politik, Wirtschaft, Medien) sensibilisieren und mobilisieren wollen“, beschreibt sie die Vision für das Netzwerk. „Wir betrachten Gesundheitsförderung aus ganzheitlicher Perspektive und setzen uns für einen gesundheitsfördernden und nachhaltigen Lebensstil ein.“

Kontinuität gesichert: Auch Materialien weiter in gewohnter Qualität

Die Geschäftsstelle von Gesund ins Leben ist zurzeit an den aid infodienst angegliedert, einen öffentlich geförderten Informationsanbieter rund um Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung. Der aid wird zum Kern des neuen Bundeszentrums für Ernährung. Das Medienangebot des Netzwerks Gesund ins Leben und des aid wird weiterhin verfügbar sein. Die bisherige Arbeit beider Institutionen wird in unveränderter Qualität nahtlos fortgesetzt und ist sichergestellt.

Derzeit koordinieren die Beteiligten mit dem Bundesernährungsministerium die rechtlichen, haushälterischen, inhaltlichen und organisatorischen Fragen, die mit der Zusammenführung der Institutionen verbundenen sind.

Weiterlesen:

„aid e.V. aufgelöst“, aid-Pressemeldung vom 4.11.2016

Andrea Fenner, Edinburgh, www.gesund-ins-leben.de

15.12.2016

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