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Umgang mit Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten in der Kita

Kinder sollen in der Kita sicher und mit Genuss essen können, auch mit einer Lebensmittelallergie. Um Kitas dabei in der Praxis zu unterstützen, hat die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in Berlin zu einem Fachtag eingeladen. In Vorträgen und Workshops informierten sich rund 120 Kita-Verantwortliche und Mitarbeiter über medizinische Hintergründe, die gesetzlichen Vorgaben zur Allergenkennzeichnung und den Umgang mit Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten.

Kinder sollen in der Kita sicher und mit Genuss essen können, auch mit einer Lebensmittelallergie. Um Kitas dabei in der Praxis zu unterstützen, hat die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in Berlin zu einem Fachtag eingeladen. In Vorträgen und Workshops informierten sich rund 120 Kita-Verantwortliche und Mitarbeiter über medizinische Hintergründe, die gesetzlichen Vorgaben zur Allergenkennzeichnung und den Umgang mit Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten.

Gleichzeitig sind Kitas auch als Mittler gefragt, denn nicht jede „Allergie“ ist auch eine. Eltern vermuten allergische und nichtallergische Nahrungsmittelunverträglichkeiten wesentlich häufiger, als sie tatsächlich vorliegen. Das berichtete Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben. Bei Kleinkindern reagieren nur rund 4 Prozent allergisch auf Lebensmittel. Unverträglichkeiten sind noch seltener.

Lebensmittel sollten nie auf Verdacht, sondern erst nach einer gesicherten Diagnose aus der Ernährung eines Kindes ausgeschlossen werden“, erklärt die Expertin. Einfach auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten, kann zu einem Mangel an Nährstoffen führen und das Kind belasten, weil es nicht mit den anderen mitessen darf. Auch beugt ein Verzicht keine Allergien vor. Viele Nahrungsmittelallergien verlieren sich bis zum Schulalter wieder. Ein aktuelles ärztliches Attest hilft, dass Kinder nicht unnötig auf Lebensmittel verzichten müssen. Es sollte genau angeben, welches Lebensmittel oder welchen Inhaltsstoff das Kind entweder vollständig oder überwiegend meiden sollte.

Qualifizierte Ernährungsfachkräfte können Kitas als Lotsen unterstützen und zwischen Erziehern, Küchenpersonal, Caterern, Eltern und Ärzten vermitteln. Hilfreich ist es, wenn alle Beteiligten über grundlegende Qualifikationen rund ums Thema Unverträglichkeiten verfügen.

Mehr Infos:

Rückblick von der Fachtagung und Vorträge zum Download

Empfehlungen zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten im Kleinkindalter

Material und Webinare für Erzieher zum Thema Nahrungsmittelallergien sowie Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften für den Bereich Allergien gibt es beim Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB): www.daab.de/ernaehrung/ernaehrungsberatung 

Andrea Fenner, Edinbrugh, www.gesund-ins-leben.de

14.01.2016

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