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Was Eltern von Säuglingen jetzt übers Trinken wissen müssen

Wenn die Sonne lacht und die Temperaturen steigen, fragen sich viele Eltern, ob ihr Baby jetzt extra Flüssigkeit braucht. Fachkräfte können hier durch gezielte Information Ängste nehmen.

Extra Flüssigkeit?

Wenn die Sonne lacht und die Temperaturen steigen, fragen sich viele Eltern, ob ihr Baby jetzt extra Flüssigkeit braucht. Fachkräfte können hier durch gezielte Information Ängste nehmen. Ein voll gestilltes oder mit Säuglingsmilchnahrung ernährtes gesundes Kind braucht auch bei Sommerhitze keine zusätzlichen Getränke. Sowohl Muttermilch als auch Formulanahrung enthalten genügend freies Wasser, um alle Stoffe mit dem Urin auszuscheiden, die ausgeschieden werden müssen. Gleichzeitig bleibt beim gesunden Säugling genügend Wasser fürs Schwitzen, fürs Atmen und den Stuhl übrig. Wird der Säugling bereits an Beikost herangeführt, benötigt er erst bei der Einführung des dritten Breies zusätzliche Flüssigkeit und zwar am besten Wasser.

Krankheiten können den Flüssigkeitsbedarf des Säuglings erhöhen. Bei Fieber und auch in Perioden mit Durchfall oder Erbrechen kann daher eine frühere und auch zusätzliche Flüssigkeitszufuhr nötig sein. Gestillte Säuglinge sollten in dieser Zeit häufiger angelegt werden, um den Mehrbedarf an Flüssigkeit über die Muttermilch zu decken. Durch das Stillen nach Bedarf wird dafür ausreichend Muttermilch gebildet. Nicht-gestillten Säuglingen kann zwischen den Mahlzeiten Wasser angeboten werden. Verdünnen von Säuglingsmilchnahrung ist nicht nötig und kann im Extremfall problematisch sein. So kann es zu schlechtem Gedeihen kommen, wenn Säuglinge zu stark verdünnte Nahrung erhalten. In der Literatur sind zudem Fälle von Wasserintoxikation beschrieben, weil Säuglinge aus Hunger zu viel von der verdünnten Nahrung tranken und nicht in der Lage waren, das zusätzliche Wasser über die Nieren auszuscheiden.

Nachgefragt: Ab wann brauchen Säuglinge zusätzlich Flüssigkeit?

Handlungsempfehlungen zu Getränken im 1. Lebensjahr

Andrea Fenner, Edinburgh, www.gesund-ins-leben.de

23.06.2015

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