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Wissenswertes zum Coronavirus

Aktuelle Daten und Infos rund um gesundheitliche Fragen zum Coronavirus, für Sie zusammengestellt. (Stand: 31. Juli)

Covid-19
Mike Fouque – stock.adobe.com

Weil das Coronavirus neu ist, gibt es erst wenige Studien darüber. Die Daten reichen deshalb noch nicht aus, um viele Fragen zu COVID-19 sicher zu beantworten. Das Robert Koch-Institut ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung für die Überwachung von Krankheiten. Es prüft ständig die international verfügbaren Daten zum neuen Coronavirus. Es sagt derzeit:

  • Im Fall einer Infektion scheinen Schwangere seltener Symptome zu entwickeln. Ob Schwangere ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben, lässt sich derzeit nicht belegen.
  • Eine Übertragung im Mutterleib wurde derzeit noch nicht nachgewiesen. Es gibt Einzelfallberichte von Neugeborenen mit Coronavirus. Hier ist unklar, ob die Übertragung während der Schwangerschaft, während der Geburt oder nach der Geburt erfolgte.
  • Haben Familienmitglieder das Coronavirus, ist eine Übertragung auf das neugeborene Kind über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. Hygienemaßnahmen helfen.
  • Stillen wird weiter für alle empfohlen. Es gibt keinen Nachweis, dass das Virus über  Muttermilch auf das Kind übertragen werden kann.
  • Wenn Kinder an dem neuen Coronavirus erkranken, scheint die Krankheit häufig milder zu verlaufen als bei Erwachsenen, oft auch ohne Symptome. Es können aber auch schwere Krankheitsverläufe vorkommen. Wenn Kinder außerhalb ihres Hauses unterwegs sind, sollen sie (wie Erwachsene) mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen halten. Das hilft, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Möchten Sie anderen Müttern und Babys helfen?
Derzeit läuft eine internationale Umfrage der Harvard Medical School zu den Auswirkungen von Coronavirus auf Mütter, Neugeborene und ältere Säuglinge, die so genannte COVID-Mütterstudie.

Falls Sie oder Ihr Baby Covid hatten (oder der Verdacht bestand): Machen Sie eine 8-minütige Umfrage und helfen Sie, mehr über COVID-19 zu erfahren. Ihr Baby muss mindestens einen Monat alt sein, bevor Sie die Umfrage ausfüllen können. Ihr Input ist entscheidend!

Hier geht es zur Umfrage (auf Deutsch)

Fragen und Antworten für Schwangere
Was ist derzeit mit meinen Vorsorgeuntersuchungen? Was soll ich tun, wenn ich positiv auf das Coronavirus getestet wurde? Führende Fachorganisationen haben viele Fragen rund um die Schwangerschaft und Corona-Virus-Infektionen beantwortet:
Frauenärzte im Netz

Auch das Bundesgesundheitsministerium beantwortet einige Fragen, die Schwangere jetzt beschäftigen, zusammen mit einem Chefarzt der Geburtsmedizin im Berliner Vivantes Klinikum Friedrichshain:
www.zusammengegencorona.de

Baby trinkt an der Brust
Gute Nachrichten: Muttermilch stärkt die Abwehr des Babys.

Stillen wird empfohlen
Auch und gerade in Zeiten von Corona gilt: Stillen wird für alle empfohlen. Das sagt die Nationale Stillkommission. Es gibt bisher keine evidenzbasierten Hinweise, dass das Virus über Muttermilch übertragen werden kann. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt das Stillen auch ausdrücklich für Mütter mit einer Corona-Infektion. 

In mehreren Studien wurde die Muttermilch auf das neue Coronavirus untersucht, ohne dass ein Nachweis erfolgte. In einem Einzelfall wurde Erbgut des Virus in Muttermilch gefunden. Das Kind der infizierten Mutter erkrankte. Es könnte über Tröpfchen passiert sein, denn die Mutter trug erst einen Mund-Nasen-Schutz, als sie Covid-Symptome zeigte. Es wurde nicht nachgewiesen, dass die Viren aus der Muttermilch auch tatsächlich die Krankheit übertragen können (d.h. dass sie infektiös sind).

Damit gibt es keinen Nachweis, dass die Gesundheit des Säuglings durch Stillen beeinträchtigt wurde und keinen Anlass, von den derzeitigen Stillempfehlungen abzuweichen.

Dafür bringt Stillen weiterhin zahlreiche Vorteile für Mutter und Kind mit sich. Muttermilch enthält z. B. viele Immunstoffe und stärkt damit die Abwehrkräfte des Babys. Ist die Mutter mit dem Coronavirus infiziert (oder besteht ein begründeter Verdacht dafür), wird Stillen weiter empfohlen.

Baby füttern, wenn die Mutter das Coronavirus hat
Das neue Coronavirus wird hauptsächlich über Tröpfcheninfektion weitergegeben. Dabei gibt ein erkrankter Mensch kleine Tröpfchen mit dem Virus beim Niesen, Husten, Sprechen oder Atmen an die Luft ab. Ein anderer Mensch kann sie einatmen und krank werden. Enger Kontakt zwischen einem erkrankten Menschen und einem Baby stellt deshalb ein Übertragungsrisiko dar. Beim Füttern des Babys mit Muttermilch oder Säuglingsmilch sind deshalb folgende Hygienemaßnahmen wichtig:

  • Die Mutter sollte vor und nach dem Kontakt mit dem Kind gründlich die Hände waschen und idealerweise einen Mundschutz tragen, um eine Tröpfcheninfektion zu verhindern.
  • Wenn das Baby abgepumpte Muttermilch oder Säuglingsmilch bekommt, ist auch hier Hygiene wichtig. Pumpe und Fläschchen müssen nach dem Gebrauch sterilisiert werden.
  • Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen, Tragen eines Mundschutzes und Reinigen/Desinfizieren von kontaminierten Oberflächen sind generell empfohlen, wenn infizierte Menschen (oder Verdachtsfälle) mit Kindern umgehen.

Bis Herbst können Hebammen per Videochat helfen
Hebammen können Schwangeren und Paaren mit Neugeborenen ihre Hilfe weiterhin per Videochat anbieten. Das gilt bis 30. September für Kurse, Beratung bei Beschwerden in der Schwangerschaft und Betreuung im Wochenbett. Bei Kursen sind auch Mischformen möglich, so dass schwangere Frauen sowohl vor Ort im Kursraum als auch zu Hause via Live-Videoschaltung teilnehmen können. So bleiben die Teilnehmerinnen und die Kursleiterin geschützt und es können dennoch genug Schwangere teilnehmen. Das haben die Hebammenverbände und der GKV-Spitzenverband beschlossen

Info des Deutschen Hebammenverbandes

Hebammen-Suche ammely.de (inkl. kurzfristiger Betreuung wegen Corona)

AHA-Formel für Kinder erklärt

Der Schulbetrieb läuft in den Bundesländern stufenweise wieder an. Kinder müssen sich an einen Schulalltag mit neuen Regeln gewöhnen, vom Abstand halten über Hygieneregeln bis zum Tragen von Masken. Wie Sie Ihre Kinder dabei unterstützen können, lesen Sie hier:
www.zusammengegencorona.de

U-Untersuchungen während Corona

Ausschnitt Untersuchungsheft Kinderarzt
Termine für U2 bis U5 und Impfungen einhalten. Die U6 bis U9 können nachgeholt werden.

Die Vorsorgeuntersuchungen für Babys und Kleinkinder haben normalerweise feste Termine. Für die Untersuchungen U6 bis U9 gelten die festen Abstände vorübergehend nicht mehr. Sie können in Absprache mit Ihrer Kinder- und Jugendärztin bzw. Ihrem -Arzt zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Die Untersuchungen werden auch nach den eigentlich vorgesehenen Zeiträumen noch von den Krankenkassen bezahlt, wenn sie bis spätestens Ende September 2020 nachgeholt werden.

Die U2 bis U5 sowie alle empfohlenen Impfungen sollten jedoch weiter wie geplant durchgeführt werden. Diese Vorsorgen sind entscheidend, da sich in dieser Phase wichtige Entwicklungsschritte ereignen und viele Krankheitsfolgen frühzeitig verhindert werden können. Darauf weist der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte hin. Diese Vorsorgen sind entscheidend, da sich in dieser Phase wichtige Entwicklungsschritte ereignen und viele Krankheitsfolgen frühzeitig verhindert werden können. Die Ärzt*innen hätten ihre ohnehin sehr strengen Hygienepläne nochmals deutlich verschärft. Diese werden weiterhin an die Vorgaben der Behörden und der Fachgesellschaften angepasst, sodass Eltern und kleine Kinder für diese wichtigen Vorsorgeuntersuchungen in die Praxis gehen sollten, wenn das Kind und die Begleitperson gesund sind.

Die neuen Regeln gelten bis Ende September 2020. Das haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der Krankenkassen beschlossen.

Familienzeit gesund und positiv gestalten
Eine Allianz zahlreicher Verbände rund um Familien- und Kindergesundheit begleitet Eltern mit praktischen Tipps durch die Corona-Zeit.
Mehr auf www.kinderaerzte-im-netz.de

Tipps für Kinder in der Coronazeit gibt es auch auf vielen weiteren Seiten, z.B. hier:
Familienportal des Bundesfamilienministeriums

Mit Kindern über Corona sprechen
Kinder nehmen die Veränderungen in ihrer Familie und in ihrem sozialen Umfeld mit der aktuellen Situation sehr genau wahr. In der folgenden Broschüre finden Eltern und andere Bezugspersonen Anregungen, wie sie in dieser möglicherweise belastenden Situation mit ihren Kindern sprechen können.
Informationen für Familien von der Bundesregierung

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus (COVID-19)
Fragen & Antworten, Empfehlungen für die Bevölkerung und einzelne Gruppen, Hotlines, Podcasts und hilfreiche Downloads gibt es auf der Seite des Bundesgesundheitsministerium.
Bundesgesundheitsministerium
www.zusammengegencorona.de (beides tagesaktuell)

Infos rund um den Mutterschutz für Schwangere und Stillende

Muss ich als Schwangere derzeit zur Arbeit oder zur Ausbildung gehen? Kann ich mein Kind weiterhin in meinem Betrieb oder meiner Ausbildungsstätte stillen? Wo kann ich mich über Einzelheiten des Mutterschutzes während der COVID-19-Pandemie beraten lassen?
Fragen und Antworten zu Besonderheiten in der Coronazeit

Arbeits- und arbeitsschutzrechtliche Fragen zum Coronavirus
Habe ich einen Anspruch darauf, von zu Hause aus zu arbeiten? Muss ich zur Kinderbetreuung Urlaub nehmen, wenn mein Kind nicht krank ist, aber die Kita/Schule meines Kindes (länger) geschlossen wird? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Bundesarbeitsministerium

Zuletzt auf Aktualität geprüft am 31.7.2020 um 18 Uhr

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Mutter mit schreiendem Baby hält sich den Kopf
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Beratung

Mir ist das alles zu viel! Hilfe für Eltern per Telefon oder online

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus fallen zur Zeit Eltern-Kind-Gruppen aus. Familienzentren sind zu und viele Beratungsstellen sind für den Publikumsverkehr weitgehend geschlossen. An wen können Sie sich jetzt wenden, wenn sie Fragen und Sorgen rund um die Familie haben? Wer hört Ihnen zu oder berät Sie, wenn Sie in Not oder in einer Konfliktsituation sind? Hier finden Sie Hilfe und Unterstützung per Telefon oder Online-Beratung:

www.elternsein.info

www.familienhotlines.de

Abstand + Hygiene + Alltagsmaske

Mit der AHA-Regel durch den Sommer

#Wirhaltenzusammen

#ZusammengegenCorona

Frau mit Herz auf Hand
nanihta – stock.adobe.com

COVID-19

Mehr denn je ist Solidarität gefragt Ich mache mit!

Alltag mit weniger Ansteckung und mehr Rücksichtnahme bedeutet, dass wir uns selbst und andere vor einer Infektion schützen. Das gelingt mit der „AHA-Formel“: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken:

Abstand halten: Auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park achten wir auf 1,5 Meter Mindestabstand zu unseren Mitmenschen. 

Hygiene beachten: Wir befolgen die Hygieneregeln in Bezug auf Niesen, Husten und Händewaschen. 

Alltagsmasken tragen: Dringend empfohlen wird das Tragen von Alltagsmasken an Orten, an denen es schwer werden kann, den Mindestabstand zu anderen immer einzuhalten. Das gilt zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen. Wer eine Maske trägt sollte dennoch darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten. Regeln zur Maskenpflicht im eigenen Bundesland beachten.

Verlässliche Corona-Infos gibt es unter:

www.zusammengegencorona.de

www.infektionsschutz.de

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Virusschema Coronavirus
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COVID-19

Informationen für Fachkreise Wissenswertes zum Coronavirus

Spezifische Informationen über den Umgang mit der Corona-Situation in Ihrem beruflichen Alltag (Hygiene, rechtlichen Fragen, Video-Beratungen etc.) finden Sie bei den für Sie relevanten Berufsverbänden und Fachgesellschaften. Für die Arbeit mit Schwangeren, Stillenden und Familien mit kleinen Kindern können zudem folgende Informationen hilfreich sein:

FAQ für schwangere Frauen und ihre Familien
Fragen und Antworten zu spezifischen Risiken der COVID-19-Virusinfektion vom German Board and College of Obstetrics and Gynecology (GBCOG), abgestimmt mit dem Royal College of Obstetricians and Gynaecologists und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

Empfehlungen zur Versorgung infizierter Schwangerer und deren Neugeborener
Gemeinsames Papier deutscher geburtshilflicher und pädiatrischer Fachgesellschaften (Update 30.6.)

Kreißsaalempfehlungen
Empfehlungen der DGGG im Rahmen der COVID-19-Präventionsmaßnahmen für die geburtshilfliche Versorgung in deutschen Krankenhäusern und Kliniken

Umgang mit Schwangeren und Wöchnerinnen im COVID-19-(Verdachts-)Fall
Infopapier des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) mit allgemeinen Hinweisen für den Umgang mit schwangeren Frauen und Wöchnerinnen mit Verdacht auf COVID-19, die möglicherweise COVID-19 ausgesetzt waren oder Symptome aufweisen, die auf COVID-19 hinweisen.

Stillen und COVID-19
Stellungnahme der Nationalen Stillkommission

Für Fachkräfte in den Frühen Hilfen
Fachkräfte in den Frühen Hilfen wie Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende (FGKiKP) finden hier Empfehlungen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) für den Arbeitsalltag in Zeiten von Corona.
Empfehlungen und FAQ

Für Ernährungsberater*innen:
Ernährungsberatung ist trotz Corona möglich, berichtet das Bundeszentrum für Ernährung: Auf Abstand, per Telefon oder Video. Verbände beraten ihre Mitglieder, Solidarität ist Trumpf und ein digitaler Ruck geht durch die Branche.
Informationen inkl. Technik-Tipps für Video-Beratung

Für Arbeitgeber*innen und Ausbildungsstellen: Mutterschutz
Aktuelle Informationen zu Mutterschutz bei den derzeitigen Besonderheiten durch die Coronaentwicklungen, auch für betriebsärztliche Beratungsstellen, Frauenärzt*innen, etc.
Informationen und FAQ

Stand: 31.7.2020, 18 Uhr