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Hebamme mit Schwangerer
Monkey Business / Fotolia.com

Motivierende Beratungen zu den Themen Ernährung, Bewegung und Genussmittelkonsum im Rahmen der gesetzlichen Schwangerschaftsvorsorge können die Gesundheit von Mutter und Kind nachweislich positiv beeinflussen – so die ersten Ergebnisse des Forschungsprojekts „Gemeinsam gesund: Vorsorge plus für Mutter und Kind“ (GeMuKi). Der Anteil der Schwangeren, die übermäßig an Gewicht zugenommen haben, konnte durch die Lebensstil-Intervention signifikant gesenkt werden. Doch die Studie zeigt auch: Das Potenzial der Vorsorgeuntersuchungen wird nicht voll ausgeschöpft. Erste Ergebnisse und Erkenntnisse des in Baden-Württemberg mit fast 1.500 Teilnehmer*innen durchgeführten Projekts wurden jüngst vorgestellt.

Erste Ergebnisse der Studie

Motivierende Gespräche mit den behandelnden Ärzt*innen oder Hebammen inklusive Vereinbarung individueller Gesundheitsziele werden als Ansporn zur Umsetzung von kleinen Lebensstilveränderungen bewertet. Perinatale Prävention wirkt, es gibt aber Hürden in der Praxis. Aus den praktischen Erfahrungen des GeMuKi-Projekts haben Expert*innen der Universitätsklinik zu Köln folgenden Empfehlungen und Erkenntnisse abgeleitet:

  • Lebensstilbedingte Faktoren haben einen großen Einfluss auf die Gesundheit von Mutter und Kind. Daher sind neben der medizinischen Betreuung auch persönliche Beratungszeiten zu Themen der Prävention in der Schwangerschaftsvorsorge wichtig.
  • Eine bessere Vernetzung der Berufsgruppen von Ärzt*innen und Hebammen sind eine wichtige Voraussetzung, damit Frauen einheitliche Botschaften zur Umsetzung erhalten und diese Empfehlungen für einen gesundheitsförderlichen Lebensstil nachhaltig in ihrem Familienalltag umsetzen können.
  • Vielen Menschen sind die Empfehlungen zur Gewichtszunahme in der Schwangerschaft noch nicht ausreichend bewusst. Hier sollten Beratung und einheitliche Informationen ansetzen, um über den möglichen Risikofaktor aufzuklären.

Über die GeMuKi-Studie

Die GeMuKi-Studie, die viereinhalb Jahre lang in Baden-Württemberg durchgeführt wurde, hat eine neue Versorgungsform untersucht: Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft, nach der Geburt und im ersten Lebensjahr wurden die 1.500 teilnehmenden Schwangeren beziehungsweise Eltern durch Frauenärzt*innen, Hebammen sowie Kinder- und Jugendärzt*innen mithilfe der Beratungsmethode „Motivierende Gesprächsführung“ umfassend zu den Themen Ernährung, Bewegung, Stillen und Genussmittelkonsum beraten. Die ergänzende GeMuKi-App hat die Frauen an ihre individuell gesetzten Gesundheitsziele erinnert.

Das Netzwerk Gesund ins Leben war an der Studie von Beginn an als Projektpartner beteiligt. So wurden mitwirkende Gynäkolog*innen und Hebammen basierend auf den Handlungsempfehlungen des Netzwerks fortgebildet. In den Beratungen der schwangeren Studienteilnehmerinnen kamen das Konzept der motivierenden Gesprächsführung und ausgewählte Medien des Netzwerks Gesund ins Leben zum Einsatz. Auch die Inhalte der App, die für die Studie entwickelt wurde, wurden mit dem Netzwerk Gesund ins Leben als Projektpartner abgestimmt.

Präsentation der ersten Ergebnisse der Studie
Weitere Informationen zum GeMuKi-Forschungsvorhaben

Handlungsempfehlungen: Ernährung und Lebensstil vor und während der Schwangerschaft

Körpergewicht vor der Konzeption und Gewichtsentwicklung in der Schwangerschaft

Praxisnahe Materialien: für die Beratung von Eltern vor und in der Schwangerschaft

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