Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Stillende brauchen genug Energie und Nährstoffe, um sich und ihr Baby zu versorgen. Was sie essen und trinken, beeinflusst auch die Muttermilch. So kann das Baby gleich mehrfach profitieren.

Frau steht in der Küche und isst lachend einen Salat
stock.adobe.com/Chanelle Malambopeopleimages.com

Diese Infos gibt es auch in Einfacher Sprache.

Für Stillende gibt es eine einfache Empfehlung, die auch für jede andere Lebensphase gilt: Essen und trinken Sie abwechslungsreich und ausgewogen. So sieht das in der Praxis aus:

  • Regelmäßig Essen – Wenn Stillende regelmäßig und ausgewogen essen, sorgen sie für einen kontinuierlichen Nachschub an Energie und Nährstoffen und die Muttermilch hat die optimale Zusammensetzung für Ihr Baby.
  • Viel trinken über den Tag verteilt – zum Beispiel ein Glas Wasser zu jeder Stillmahlzeit. Besonders geeignet sind Getränke ohne Kalorien wie Wasser und ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee oder großzügig verdünnter Saft.
  • Bei pflanzlichen Lebensmitteln zugreifen – am besten bunt bei Gemüse, Salat und Obst; Vollkorn bei Brot, Getreide und Beilagen wie Nudeln und Reis.
  • Bei tierischen Lebensmitteln auf die Menge achten – fettarme Milch und Milchprodukte, wie Käse, fettarmes Fleisch und fettarme Wurst bevorzugen. Dazu kommen wenige Eier sowie fettreicher und fettarmer Fisch.
  • Fette sparsam verwenden –auf die Qualität achten, bevorzugt pflanzliche Fette wählen.
  • Omega-3-Fettsäuren im Blick behalten – 2-mal pro Woche Fisch, davon mindestens 1-mal fettreicher Meeresfisch wie Hering, Makrele, Sardine oder Lachs, trägt zur Versorgung mit der Omega-3-Fettsäure DHA bei. Wer nicht regelmäßig Fisch isst, kann z.B. Kapseln mit 200 mg DHA am Tag nehmen.
  • Süßigkeiten und salzige, fettreiche Snacks gelegentlich und in Maßen genießen – notwendig sind sie für eine ausgewogene Ernährung nicht.
  • Jodsalz und Jodtabletten: zum Kochen und Backen am besten mit Jod angereichertes Kochsalz verwenden. Zusätzlich Tabletten mit 100 Mikrogramm Jod pro Tag einnehmen. 

Abwechslung statt Verzicht

Es ist zum Vorbeugen von Allergien nicht sinnvoll und notwendig, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten, auch nicht zum Vermeiden von Blähungen oder einem wunden Po beim Baby. Die meisten Mütter können alles essen, was sie möchten, ohne dass ihr Kind empfindlich reagiert. 

Hülsenfrüchte in der Stillzeit

Hast du das auch schon mal gehört? Du sollst deinem Baby zuliebe auf Hülsenfrüchte verzichten, während du stillst? Die Sorge, dass dein Baby deine Milch dann nicht mehr verträgt, ist meistens unbegründet. Hier weiterlesen…

Generell gilt: je vielseitiger die Ernährung, desto leichter ist es, alle nötigen Nährstoffe zu bekommen. Abwechslung ist auch ein gutes Geschmackstraining für das Baby, denn was die Mutter isst, findet sich in kleinsten Mengen in der Muttermilch wieder. So lernt das Baby bereits früh unterschiedliche Geschmacksstoffe kennen, die aus Lebensmitteln der mütterlichen Ernährung in die Muttermilch übergehen. 

Auch eine vegetarische Ernährung mit Verzehr von Milch(-produkten) und Eiern (ovolaktovegetarisch) kann bei gezielter Lebensmittelauswahl den Nährstoffbedarf der Stillenden decken. Eine rein pflanzliche Ernährung der stillenden Mutter birgt ernsthafte gesundheitliche Risiken – insbesondere für die Entwicklung des kindlichen Nervensystems. Daher sind bei einer veganen Ernährung immer eine spezielle medizinische Beratung und die Einnahme von Mikronährstoffsupplementen notwendig.

Gibt es milchbildende oder milchhemmende Lebensmittel? 

Pflanzenbestandteilen wie Fenchelsamen, Bockshornklee oder Inhaltsstoffen aus sogenannten „Milchbildungstees“ wird im Volksmund nachgesagt, die Milchbildung zu fördern. Wissenschaftliche Studien, die das belegen, gibt es jedoch nicht. Möglicherweise haben „Milchbildungstees“ einen Placeboeffekt oder erhöhen lediglich die Flüssigkeitsaufnahme. Stillenden Frauen wird empfohlen, regelmäßig zu trinken. Dass eine Flüssigkeitsaufnahme über den Bedarf hinaus die Milchbildung steigert, ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Auch, nicht, dass Bier die Milchbildung fördert. Möglicherweise verringert bzw. verzögert Alkohol sogar den Milchspendereflex.

Nicht selten wird Stillenden geraten, auf Pfefferminze und Salbei zu verzichten, weil sie die Milchbildung hemmen würden. Das ist wissenschaftlich jedoch nicht zuverlässig zu bewerten.

Gut belegt hingegen ist, dass häufiges Stillen in den ersten Tagen nach der Geburt hilft, die Milchbildung aufzubauen. Stillen nach Bedarf und effektives Trinken des Babys fördern die Bildung von reichlich Muttermilch. Wenn Stillende das Gefühl haben, die Milch reiche nicht, können sie Hebammen oder qualifizierte Stillberater*innen um Rat fragen.

/

als hilfreich bewerten 0 Versenden
Titelbild Block Wie klappt es mit dem Stillen? - Tipps für die Stillzeit
BLE/Netzwerk Gesund ins Leben

Kostenfrei

Abreißblock Wie klappt es mit dem Stillen? - Tipps für die Stillzeit

Woran erkenne ich, dass mein Baby Hunger hat? Reicht meine Milch? Der neue, vorab getestete Info-Comic (Abreißblock mit 50 identischen Info-Comics) ist für die Beratung von Stillenden kurz nach Geburt geeignet. Er gibt Müttern neun alltagsnahe Stilltipps um sie in ihrer Stillkompetenz zu stärken. Je selbstbewusster die Mutter damit ist, desto eher traut sie sich das Stillen zu und desto besser klappt es.

bestellen oder herunterladen


Download in weiteren Sprachen (PDF)

Arabisch  Englisch  Französisch  Russisch  Türkisch  Ukrainisch 

Frau stillt ihr Kind 28 Jun
stock.adobe.com/Seventyfour

Habe ich genug Milch beim Stillen?

Unterstützung und beruhigende Fakten

Das Baby möchte sehr häufig an die Brust, vielleicht mehr als zuvor. Oder es weint viel und ist unruhig. Ob das an zu wenig Milch liegen kann? Diese Frage beschäftigt viele Eltern. Wissen über die Milchbildung kann helfen, das Verhalten des Babys zu deuten. Tatsächlich zu wenig Milch ist sehr selten.

mehr...
Titelbild Das beste Essen für Babys
BLE/Netzwerk Gesund ins Leben

Kostenfrei

Kompaktinfo Das beste Essen für Babys

Die Ernährung ihres Babys ist für Eltern eines der wichtigsten Themen überhaupt. Zu Recht. Denn schon im ersten Jahr werden die Weichen für ein gesundes Leben gestellt. Die Kompaktinfo bietet einen kompletten Essens-Fahrplan fürs erste Lebensjahr.

bestellen oder herunterladen


Download in weiteren Sprachen (PDF)

Arabisch  Englisch  Französisch  Russisch  Türkisch  Ukrainisch 

Auch interessant

Reif für die Beikost

Wann ist Zeit für Brei?

Baby breiverschmiert
Vojtech Vlk/Fotolia.com

Im ersten halben Jahr braucht ein Baby nur Muttermilch (oder Flaschenmilch), dann ist es nach und nach bereit für die Beikost. Wann es soweit ist, zeigt es durch bestimmte Signale.

mehr...

Warum stillen?

8 gute Gründe für das Stillen

Frau von oben stillt
olegmalyshev/Fotolia.com

Stillen ist ein echtes Rundum-Paket für die ersten Lebensmonate. Damit geben Stillende ihrem Baby Nähe, Zuwendung und eine Nahrung, die genau auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist.

mehr...

Nach der Geburt wieder aktiv werden

Sport und Bewegung in der Stillzeit

Gymnastik mit Baby
Iryna/Fotolia.com

Stillen und Sport schließen sich nicht aus. Im Gegenteil, Bewegung kann das körperliche und seelische Wohlbefinden fördern. Unser Tipp lautet daher, bald nach der Geburt wieder einzusteigen und dabei an die persönliche Verfassung und Fitness anzuknüpfen.

mehr...

Alkohol, Rauchen und Medikamente

Gesund Leben in der Stillzeit

Eltern mit Baby
didesign/Fotolia.com

Alkohol und Nikotin gehen in die Muttermilch über. Dein Kind trinkt und raucht damit quasi mit. Außerdem hemmt beides möglicherweise die Milchbildung. Unsere Empfehlung lautet daher, in der Stillzeit möglichst zu verzichten.

mehr...