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Bewegung im Kleinkindalter

Krabbeln, laufen, hüpfen, klettern – Kleinkinder lieben es sich zu bewegen. Und das ist gut so, denn dadurch können sie sich gesund entwickeln. Unterstützen Sie Ihr Kind darin und lassen Sie ihm gleichzeitig genug Spielraum!

Kind kopfüber
katrin_timoff / Fotolia.com

Kinder lernen durch Bewegung

Durch Bewegung erfahren Kinder sich selbst und die Welt um sie herum. Stoffwechsel und Kreislauf kommen in Schwung. Über gemeinsame körperliche Aktivitäten lernen Kinder auch, mit anderen Kindern auszukommen.

Im Kleinkindalter muss Ihr Kind grundlegende Bewegungs- und Körpererfahrungen sammeln, um später Geschick, Kraft und Ausdauer zu entwickeln. Fehlen diese „bewegten“ Erfahrungen und hinkt es in seiner Entwicklung hinterher, ist die Gefahr groß, dass es im Laufe der Zeit den Spaß an der Bewegung verliert.

Schaffen Sie einen bewegten Familienalltag!

Mehr Bewegung und weniger Sitzen sind förderlich für die Entwicklung Ihres Kindes. Warum machen Sie diese Regel nicht zum Leitsatz für den Familienalltag? Gehen Sie mit Ihrem Kind auf Entdeckungstour. Stadtpark, Spielplatz, Wiesen und Wälder bieten viel Platz zum Spielen und Bewegen. Nichts wie raus – möglichst einmal am Tag!

Hat Ihr Kind laufen gelernt, ist es stolz darauf. Jetzt heißt es zu Fuß gehen statt Auto oder Buggy zu fahren! Laufrad fahren oder seinen Kinderwagen zu schieben macht nicht nur Spaß, sondern auch längere Wege interessant. Ihr Kind soll von Anfang an einen bewegten Alltag kennen lernen – auch von Ihnen.

Vielfalt macht fit

Wenn Ihr Kind eine Ziehente, einen Kriechtunnel oder ein Bobbycar besitzt, dann hat es schon die idealen Trainingspartner. Sie müssen dann nur noch dafür sorgen, dass sie im Alltag auch eingesetzt werden (können). Auch Reifen, Bretter und Holzklötze laden zum Schieben, Ziehen und Tragen ein. Hindernisse zum Balancieren oder Drüberklettern finden sich auf fast jedem Weg. Lassen Sie auch Ihr Kind im Alltag helfen, z. B. beim Tisch decken, im Garten oder etwas holen. Dabei bewegt es sich ganz selbstverständlich.

Zum Können gehört Üben

Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu. Je mehr und vielfältiger die Bewegung, desto sicherer wird Ihr Kind. Das hilft ihm besonders dann, wenn es etwas Neues ausprobiert. Lassen Sie es toben und herumrennen, auch wenn es manchmal wild aussieht. Vorsicht aber bei Autoverkehr, Gartenteichen und steilen Treppen. Sie können für Kleinkinder gefährlich werden. 

Zeit zum Entspannen

Kind bei Mann auf dem Arm

Planen Sie Pausen ein. Wie das geht ist von Kind zu Kind ganz unterschiedlich. Die einen brauchen noch lange ihren Mittagsschlaf, den anderen genügen ein paar Minuten Kuscheln und schon starten sie wieder durch.

Geben Sie Ihrem Kind die nötigen Pausen um sich zu entspannen. Eine ruhige Kuschelecke, Rituale (z. B. Vorlesen vor dem Einschlafen) und ein möglichst fester Tagesablauf helfen Ihrem Kind zur Ruhe zu kommen. Bildschirme und fernsehen eignen sich dafür nicht.

Den Tag nicht völlig verplanen

Es muss nicht immer ein Programm geben. Selbst wenn Langeweile aufkommt, bleiben Sie ruhig und geben Sie Ihrem Kind Zeit, auf eigene Ideen zu kommen und sich selbst zu beschäftigen.

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Nachgefragt

Wie gelingt das gemeinsame Essen am Familientisch?

In den ersten Lebensjahren wird die Grundlage dafür gelegt, was und wie ein Mensch im Laufe seines Lebens essen wird. Bei gemeinsamen Mahlzeiten lernen Kleinkinder alles, was sie für ein gutes Essverhalten brauchen. „Gemeinsam Essen ist nicht nur zum Sattwerden gut, sondern ein wichtiger Teil des Familienlebens. Am Tisch lernen Kinder zu kommunizieren und es werden Einstellungen zur Auswahl und Gestaltung des Essens vermittelt, die ein Kind fürs Leben prägen.“, erklärt Prof. Claudia Hellmers, Hebammenwissenschaftlerin im Netzwerk Gesund ins Leben.

Idealerweise isst die ganze Familie mindestens einmal am Tag zusammen. Ob morgens, mittags oder abends, spielt dabei keine Rolle. Hauptsache es gibt genügend Zeit, um in Ruhe und entspannt essen zu können. Erzählen, lachen und Spaß machen schafft eine angenehme Stimmung am Tisch, während Fernseher und andere Ablenkungen stören. Eltern sollten auch Toleranz fürs Kleckern zeigen. Denn wenn Eltern es ihrem Kind ermöglichen, selbstständig zu essen und aktiv an den Mahlzeiten teilzunehmen, wird das gemeinsame Essen zu einer runden Lernerfahrung.

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Wie viel sollen Kleinkinder trinken?

Kleinkinder sollten zu jeder Mahlzeit Wasser trinken. Auch zwischendurch sollten Eltern ihrem Kind immer wieder Wasser aus Glas, Tasse oder offenem Becher anbieten. Ein gutes Maß für die Praxis sind 6 kleine Gläser pro Tag. Wasser ist die erste Wahl bei den Getränken. Auch Früchte-, Kräuter- oder Roibuschtee – ohne Zucker, Honig oder andere Süßungsmittel – sind geeignete Durstlöscher.

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Was ist für Kleinkinder tabu?

Kleinkinder können fast so essen „wie die Großen“. Bei der Auswahl von Lebensmitteln gelten für sie die gleichen Empfehlungen wie für eine ausgewogene Familienernährung: reichlich Pflanzliches und Getränke, mäßig Tierisches und sparsam Fettes und Süßes. Nur einige wenige Lebensmittel sollten Kleinkinder noch nicht essen, empfiehlt das Netzwerk Gesund ins Leben: Kleine Lebensmittel oder Lebensmittelstücke – etwa in Erdnussgröße – und rohe tierische Lebensmittel.

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Vegetarische oder vegane Ernährung für Kleinkinder?

Eltern können ihr Kind vegetarisch (also ohne Fleisch und Fisch) ernähren, wenn es Milch, Milchprodukte und Eier bekommt und die Ernährung ausgewogen und abwechslungsreich ist. Die Versorgung mit einigen Nährstoffen wie Eisen und Zink sollten Eltern im Blick behalten. Eine vegane Ernährung – ganz ohne tierische Lebensmittel – ist für Kleinkinder nicht geeignet. Einige wichtige Nährstoffe aus tierischen Lebensmitteln sind nur schwer zu ersetzen. Das kann zu einem Mangel und später zu schweren Schäden beim Kind führen. Entscheiden sich Eltern trotz der Risiken für eine rein pflanzliche Ernährung für ihr Kind, sind regelmäßige medizinische Kontrollen und Supplemente erforderlich, weil die Gefahr für einen Nährstoffmangel groß ist.

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Was tun, wenn mein Kind beim Essen sehr wählerisch ist?

Häufig handelt es sich um eine vorübergehende Phase. Hier ist bei den Eltern Geduld gefragt – und das Vertrauen, dass ihr Kind seine Lebensmittel- und Speisenauswahl mit der Zeit und mit ihrer Unterstützung erweitern wird. Geschmacksvorlieben entstehen durch wiederholtes Probieren. Das Netzwerk Gesund ins Leben empfiehlt deshalb, neue Lebensmittel oder Speisen mehrfach und ohne Zwang anzubieten. Damit helfen Eltern ihrem Kind, sich an das (neue) Essen zu gewöhnen. Lehnt das Kind etwas ab, ist das in Ordnung. Das abgelehnte Lebensmittel wird aber nicht vom Speiseplan gestrichen, sondern kommt immer mal wieder auf den Tisch und das Kind wird zum Kosten ermuntert. Lebensmittel verschieden zuzubereiten (z. B. Gemüse roh fein reiben, kochen, braten, Stücke zum Dippen, püriert als Suppe, in Smoothies) oder mit einem vertrauten Lebensmittel zu kombinieren, kann die Akzeptanz von neuen Lebensmitteln erleichtern; ebenso wenn das Kind das Lebensmittel mit allen Sinnen erkunden kann.

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Grundlage

Bewegungsausmaß und Bewegungsart: Ernährung und Bewegung im Kleinkindalter – Handlungsempfehlungen Unterstützung der körperlichen Aktivität: Ernährung und Bewegung im Kleinkindalter – Handlungsempfehlungen Begrenzung von Inaktivität: Ernährung und Bewegung im Kleinkindalter – Handlungsempfehlungen Schlafen und Entspannen: Ernährung und Bewegung im Kleinkindalter – Handlungsempfehlungen