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Baby lächelt in die Kamera, zwei erste Zähnchen sind in seinem Mund zu sehen.
stock.adobe.com/Alina Kulbashnaia

Meldung des Netzwerks Gesund ins Leben. Bonn, 18.03.2026.

Fluorid ist ein Mineralstoff, der den Zahnschmelz schützt und damit Karies vorbeugt – und das schon ab der Geburt. Babys und Kleinkinder erhalten es über Tabletten oder die Zahnpasta. Was Eltern dazu wissen sollten. 

Fluorid spielt ab der Geburt eine wichtige Rolle bei der Zahngesundheit von Kindern. Der Mineralstoff härtet den Zahnschmelz und macht ihn widerstandsfähiger gegen Karies. Viele Zahnpasten und Mundspülungen enthalten Fluorid, genauso unser Trinkwasser. Selbst wenn man die Milchzähnchen noch nicht sieht, sind sie schon im Kiefer angelegt und können gezielt gestärkt und geschützt werden. Das Netzwerk Gesund ins Leben hat Tipps für die Fluorid-Versorgung im Säuglings- bis Kleinkindalter. 

  • Ab der Geburt: Einmal täglich eine Tablette mit Fluorid (0,25 mg) in Kombination mit Vitamin D (400–500 I.E.). Die meisten Eltern starten damit ab der zweiten Lebenswoche.
  • Ab Zahndurchbruch: Sobald der erste Zahn zu sehen ist, haben Eltern die Wahl: Entweder sie geben Fluorid und Vitamin D weiter als Tablette und putzen die Zähnchen ohne Zahnpasta bzw. mit einer Zahnpasta ohne Fluorid. Oder sie verwenden bis zu zweimal täglich eine reiskorngroße Menge Zahnpasta mit Fluorid (1.000 ppm) beim Zähneputzen. Dann bekommt das Baby kein Fluorid mehr in Tablettenform, sondern nur noch Vitamin D. Tipp: Die Mini-Menge Zahnpasta lässt sich leichter dosieren, wenn Eltern z. B. mit einer Nadel ein kleines Loch in die Schutzfolie über der Tubenöffnung piksen anstatt diese abzuziehen.
  • Ab dem ersten Geburtstag: Die Milchzähne sollten zweimal täglich mit einer reiskorngroßen Menge fluoridhaltiger Zahnpasta (1.000 ppm) geputzt werden.
  • Zwei bis sechs Jahre: Die Zähne sollten zwei bis dreimal täglich mit fluoridhaltiger (1.000 ppm) Zahnpasta geputzt werden. Dabei wird die Zahnpasta nun erbsengroß dosiert. 

Es ist wichtig, sich an die Mengenangaben zu halten, da Fluorid auch überdosiert werden kann. In den ersten acht Lebensjahren entwickeln sich die bleibenden Zähne. Wenn in dieser Zeit Fluorid in zu hohen Mengen aufgenommen wird, können Flecken und Verfärbungen auf den bleibenden Zähnen entstehen. Das passiert aber nur, wenn regelmäßig zu viel Zahnpasta genutzt wird, nicht wenn das ab und zu versehentlich geschieht.

Weitere Informationen:

Artikel: Kariesprävention in den ersten zwölf Monaten

Artikel: Karies bei Kleinkindern vorbeugen

Artikel: Zahngesunde Ernährung für Kleinkinder

Hintergrund:

Das Netzwerk Gesund ins Leben ist ein Zusammenschluss von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden zur Förderung der frühkindlichen Gesundheit – von der Zeit vor der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter. Alle Akteure dieses Netzwerks unterstützen Familien beim gesunden Aufwachsen ihrer Kinder. Basis dafür sind die fachlich gesicherten, konsentierten Handlungsempfehlungen.

Das Netzwerk stellt Informationen für Fachkreise, Familien und Presse zur Verfügung: Auf der Webseite, auf Instagram, per Newsletter, durch Fortbildungen, auf Veranstaltungen und in Informationsmaterialien. Darüber hinaus wirkt das Netzwerk auf strukturelle Rahmenbedingungen ein, um Familien und Multiplikator*innen im Alltag zu unterstützen.

Das Netzwerk Gesund ins Leben ist Teil des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).

 

Für Redaktionen: Bildmaterial zur kostenfreien Veröffentlichung

Rechtlicher Hinweis: Die Verwendung des Bildes ist ausschließlich im Rahmen einer redaktionellen Nutzung dieser Meldung des Netzwerks Gesund ins Leben erlaubt. Die Angabe des Copyrights ist verpflichtend.

Bild: Infografik “Kariesprävention mit Fluorid im Säuglings- und Kleinkindalter”

Copyright: BLE 2021/www.gesund-ins-leben.de

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