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Vater und Sohn essen gemeinsam am Tisch sitzend.
iStock.com/martin-dm

Meldung des Netzwerks Gesund ins Leben. Bonn, 25.02.2026.

Der erste Geburtstag ist ein Meilenstein: Jetzt ist das Kind kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Statt Breimahlzeiten stehen immer öfter gemeinsame Mahlzeiten am Esstisch auf dem Plan. Worauf können Eltern dabei achten?

Rückt der erste Geburtstag näher, wächst ein Kind langsam aus dem Babyalter hinaus. Mit nur wenigen Ausnahmen kann es jetzt das Gleiche essen wie die Großen. Gemeinsam Essen ist nicht nur zum Sattwerden gut, sondern ein wichtiger Teil des Zusammenlebens. Dabei muss sich nicht immer die ganze Familie am Tisch versammeln: Es wirkt sich Studien zufolge schon positiv aus, wenn das Kind mit einer Bezugsperson zusammen isst. Worauf Eltern außerdem achten können.

  • Vorbildfunktion: Kinder lernen Vieles durch Nachahmung. Sowohl bezogen auf das Verhalten am Esstisch als auch auf die Lebensmittelauswahl sind Bezugspersonen wie Eltern oder Geschwister Vorbilder für Kleinkinder. Essen diese Personen z. B. mit Genuss Gemüse, schauen sich die Kinder dieses Verhalten ab.
  • Klare Strukturen: Gewohnte Abläufe und klare Regeln schaffen bei Kleinkindern Sicherheit und tragen zu einem entspannteren Essen bei. Feste Essenszeiten – am besten drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten täglich – tragen dazu bei. Aber auch das gemeinsame Decken des Tisches oder Tischsprüche am Anfang einer Mahlzeit.
  • Essen und andere Aktivitäten getrennt halten: Wenn ein Kind spielt, sollte es nicht nebenher essen; wenn es isst, sollte es nicht nebenher spielen. Kinder lernen so, dass es bestimmte Zeiten für bestimmte Aktivitäten gibt. Das gleiche gilt für Bezugspersonen: Handys und andere Bildschirmmedien sollten beim Essen beiseitegelegt bzw. ausgeschaltet bleiben.
  • Mit Zeit und Ruhe essen: Eltern sollten für das gemeinsame Essen bewusst Zeit einplanen. So ergibt sich eine zugewandte Atmosphäre mit Raum für Gespräche, Lachen und Genuss. Kinder lernen außerdem, sich Zeit zum Essen und Sattwerden zu nehmen.
  • Selbstständigkeit fördern: Essenlernen braucht Übung, besonders der Umgang mit Besteck. Ab welchem Alter ein Kind „unfallfrei“ essen kann, ist sehr unterschiedlich. Erstmal wird aber jedes Kleinkind beim Essen kleckern. Diesen Gedanken im Hinterkopf, können Eltern Kleckse oder umgefallene Gläser vielleicht gelassener nehmen. Lob für Dinge, die das Kind schon kann, trägt zu einer guten Stimmung bei und macht es stolz und selbstbewusst.

Weitere Informationen:

Artikel: So lernen Kleinkinder essen

Artikel: Was kommt auf den Teller

Infomaterial: Was Kleinkinder brauchen

Artikel: Was tun, wenn Kleinkinder sehr wählerisch beim Essen sind?

Hintergrund:

Das Netzwerk Gesund ins Leben ist ein Zusammenschluss von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden zur Förderung der frühkindlichen Gesundheit – von der Zeit vor der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter. Alle Akteure dieses Netzwerks unterstützen Familien beim gesunden Aufwachsen ihrer Kinder. Basis dafür sind die fachlich gesicherten, konsentierten Handlungsempfehlungen.

Das Netzwerk stellt Informationen für Fachkreise, Familien und Presse zur Verfügung: Auf der Webseite, auf Instagram, per Newsletter, durch Fortbildungen, auf Veranstaltungen und in Informationsmaterialien. Darüber hinaus wirkt das Netzwerk auf strukturelle Rahmenbedingungen ein, um Familien und Multiplikator*innen im Alltag zu unterstützen.

Das Netzwerk Gesund ins Leben ist Teil des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).

 

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Bild: Vater und Sohn gemeinsam essend. 

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Telefon: 0228 6845-2729

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