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Blondes, etwa dreijähriges Mädchen isst Nudeln ohne Sauce.
iStock.com/romrodinka

Meldung des Netzwerks Gesund ins Leben. Bonn, 20.05.2026.

Nudeln ohne Sauce, trockenes Brot und auf keinen Fall grünes Gemüse: Viele Kleinkinder sind beim Essen zeitweise sehr wählerisch. Was Eltern durch diese Phasen hilft, verrät das Netzwerk Gesund ins Leben. 

Etwa bis zum zweiten Geburtstag sind die meisten Kinder offen für neue Geschmäcker, probieren begeistert bisher unbekannte Lebensmittel und wollen essen wie „die Großen“. Danach beginnt oft eine Phase, in der sie zu Picky Eaters – wörtlich übersetzt „wählerischen Essern“ – werden. Häufig essen sie dann nur wenige ausgewählte Lebensmittel und weigern sich, Neues zu probieren. Die Gründe dafür sind vielfältig. Manchmal lehnen Kinder ein Lebensmittel tatsächlich wegen des ungewohnten Geschmacks oder der neuen Textur ab. Aber auch Trotzphasen und alterstypische Autonomiebestrebungen können Gründe sein.

Eltern sind in diesen Phasen oft beunruhigt. Isst mein Kind genug? Bekommt es alle wichtigen Nährstoffe? In der Regel können die Eltern gelassen bleiben: Lehnt ihr Kind bestimmte Lebensmittel eine Zeit lang ab, isst es sich an anderen satt. Sie sollten darauf vertrauen, dass Neugierde, Gewöhnung und Freude am Essen bei ihrem Kind langfristig gewinnen. Folgende Tipps können die natürliche Neugierde der Kinder auf Essen fördern:

  1. Neue Zubereitungsarten ausprobieren: Weil ein Kind keine rohen Möhren mag, heißt es nicht, dass es auch den Möhren-Bratling oder die Suppe daraus ablehnt. Es kann bei wählerischen Essern also helfen, Lebensmittel unterschiedlich zuzubereiten und anzurichten.
  2. Kinder in Vorbereitung der Mahlzeiten einbeziehen: Lebensmittel gemeinsam mit allen Sinnen zu entdecken, sie genau anzusehen, daran zu riechen und mit den Händen zu fühlen, kann die Akzeptanz dafür bei den Kindern erhöhen.
  3. Eltern sind Vorbilder: Kleinkinder erlernen viele Verhaltensweisen durch Beobachten. Erleben sie im Alltag, dass ihre Eltern bestimmte Lebensmittel genussvoll essen, sind sie eher dazu bereit, diese ebenfalls zu probieren. Das gleiche gilt für Geschwister und andere Bezugspersonen, die mit den Kindern essen.

Wichtig ist bei alldem: Das Kind entscheidet selbst, was es probieren möchte. Tricks, Überredungskünste oder gar Zwang sind keine Lösung. Stattdessen sollten Eltern geduldig bleiben und einmal abgelehnte Speisen immer wieder anbieten. Meistens lohnt es sich und die Phase des Picky Eating endet bald ganz von alleine.

Weitere Informationen:

Artikel: Was tun, wenn Kleinkinder sehr wählerisch beim  Essen sind?

Artikel: Kindliche Esstypen (BZfE)

Artikel: So lernen Kleinkinder Essen

Infomedium: Was Kleinkinder brauchen (Download startet automatisch)

Hintergrund:

Das Netzwerk Gesund ins Leben ist ein Zusammenschluss von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden zur Förderung der frühkindlichen Gesundheit – von der Zeit vor der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter. Alle Akteurinnen und Akteure dieses Netzwerks unterstützen Familien beim gesunden Aufwachsen ihrer Kinder. Basis dafür sind die fachlich gesicherten, konsentierten Handlungsempfehlungen.

Das Netzwerk stellt Informationen für Fachkreise, Familien und Presse zur Verfügung: Auf der Website, auf Instagram, per Newsletter, durch Fortbildungen, auf Veranstaltungen und in Informationsmaterialien. Darüber hinaus wirkt das Netzwerk auf strukturelle Rahmenbedingungen ein, um Familien und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Alltag zu unterstützen.

Das Netzwerk Gesund ins Leben ist Teil des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).

 

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Kontakt

Referentin Gudrun Kinzel

Telefon: 0228 6845-2729

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