Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Vegetarische Ernährung

Gemüsegesicht
missmimimina / Fotolia.com

Empfehlungen

  • Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung, die Milch/-produkte und Eier beinhaltet (ovolaktovegetarische Ernährung), ist bei Kleinkindern möglich. Auf eine ausreichende Versorgung mit Eisen und Zink ist zu achten.
  • Von einer rein veganen Ernährung ist abzuraten. Entscheiden sich die Eltern dennoch für eine vegane Ernährung ihres Kindes, sind immer eine spezielle medizinische Beratung und die Supplementierung von Nährstoffen erforderlich, weil das Risiko für einen Nährstoffmangel groß ist.

Hintergrund

Bei vegetarischer Ernährung sollte vor allem auf die Versorgung mit Eiweiß, Eisen, Zink, Calcium, Vitamin B12, Vitamin D sowie langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eikosapentaensäure (EPA) und Dokosahexaensäure (DHA) geachtet werden [1].

Eier, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreideprodukte, einige Gemüse- und Obstarten (z. B. grünes Blattgemüse und Beerenobst) können zur Eisenzufuhr beitragen. Die Eisenverfügbarkeit aus pflanzlichen Lebensmitteln kann durch Kombination mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln verbessert werden. Eier, Milch und Milchprodukte liefern Vitamin B12 und Eiweiß, Hülsenfrüchte, Sojaprodukte sowie Nüsse (fein gemahlen) Zink und Eiweiß. Pflanzenöle, wie Rapsöl, Walnussöl oder Leinöl, und Walnüsse (fein gemahlen) tragen zur Versorgung mit der essenziellen Alpha-Linolensäure bei, aus der der Körper – wenn auch nur in begrenztem Maße – die langkettigen Omega-3-Fettsäuren bilden kann. Auch bei einer ausgewogenen ovolaktovegetarischen Ernährungsweise ist das Risiko für eine schlechtere Versorgung mit bestimmten Nährstoffen, wie Eisen, Zink und langkettigen Omega-3-Fettsäuren, gegeben.

Eine rein pflanzliche (vegane) Ernährung stellt für Kleinkinder keine adäquate Versorgung mit Nährstoffen dar und kann zu Gedeihstörungen und zu einer Gefährdung von Gesundheit und Entwicklung des Kindes führen [2, 3]. Generell gilt: Je einseitiger die Ernährungsweise und je jünger das Kind, desto größer ist das Risiko für einen Nährstoffmangel [4]. Kleinkinder mit restriktiven Ernährungsformen bedürfen daher einer fachärztlichen Überwachung und Beratung.

als hilfreich bewerten 0 Versenden