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Baby breiverschmiert
Vojtech Vlk/Fotolia.com

Empfehlungen

  • Beikost sollte frühestens mit Beginn des 5., spätestens mit Beginn des 7. Monats eingeführt werden.
  • Auch nach der Einführung der Beikost soll weitergestillt werden.

Grundlage der Empfehlungen

Die Empfehlung zum Zeitpunkt der Beikosteinführung steht im Einklang mit den Empfehlungen internationaler und nationaler Fachgesellschaften [71, 72, 80] und -institutionen [63, 99, 166]. Sie gilt für reif geborene Säuglinge, die gestillt oder mit Säuglingsanfangsnahrung gefüttert werden.

Das empfohlene Zeitfenster für die Beikosteinführung – zwischen Beginn des 5. Lebensmonats und Beginn des 7. Lebensmonats (nicht vor dem Alter von 17 Wochen und nicht später als mit 26 Wochen) – berücksichtigt den Nährstoffbedarf des Säuglings, individuelle Unterschiede in der motorischen Entwicklung, Aspekte der sensorischen Akzeptanz und der Allergieprävention (s. auch Abschn. Stilldauer). Das Weiterstillen nach der Beikosteinführung wird von Fachgesellschaften und -institutionen ausdrücklich empfohlen [71, 79, 80, 99].

Hintergrundinformationen

Im 2. Lebenshalbjahr kann ausschließliches Stillen den steigenden Bedarf an Eisen, Vitamin B6, Zink, Phosphor, Magnesium und Kalzium nicht mehr sicher decken [53, 71, 115]. Säuglinge benötigen dann zusätzlich zur Muttermilch Beikost (s. auch Abschn. Stilldauer).

Auch bei Kindern mit erhöhtem Allergierisiko soll Beikost je nach individueller Bereitschaft frühestens mit Beginn des 5. Monats und spätestens mit Beginn des 7. Monats eingeführt werden (s. Abschn. Abfolge und Auswahl der Beikost).

Das genannte Zeitfenster zur Beikosteinführung trägt der großen Variabilität in der motorischen Entwicklung und damit der Entwicklung der Essfertigkeit Rechnung. Der nachlassende Zungenstoßreflex (die Zunge des Babys schiebt die feste Nahrung nicht sofort wieder aus dem Mund heraus) ist ein Hinweis auf die Bereitschaft und Fähigkeit des Kindes, feste Nahrung aufnehmen zu können. Darüber hinaus sollte der Säugling den Kopf halten und unter Hilfestellung aufrecht sitzen können, und er sollte Interesse für neue Lebensmittel zeigen. Die meisten Kinder können mit 5 bis 6 Monaten Brei mit der Zunge transportieren [115] und sich im Alter von etwa 9 bis 12 Monaten selbst füttern und einen Becher beim Trinken mit beiden Händen halten [80]. Bei manchen Kindern entwickeln sich diese Fähigkeiten und Fertigkeiten auch früher, bei manchen erst später.

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Broschüre Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen - Teilaktualisierung 2024

Ernährung und Bewegung sind im 1. Jahr nach der Geburt eines Kindes für die kurz- und langfristige Gesundheit von Mutter und Kind von besonderer Bedeutung. Im Jahr 2024 fand eine Teilaktualisierung der Handlungsempfehlungen zu Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen statt. Diese betrifft die Empfehlungen zur Auswahl von Säuglingsnahrung bei erhöhtem Allergierisiko und zur Fluoridgabe im 1. Lebensjahr. Alle anderen Empfehlungen geben den Stand von 2016 wieder. 

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