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Stillen

Stillen ist ein echtes Rundum-Paket für die ersten Lebensmonate: Damit geben Sie Ihrem Baby Nähe, Zuwendung und eine optimale Ernährung. Genau, was es braucht.

Frau stillt
olegmalyshev / Fotolia.com

Muttermilch liefert Ihrem Baby von Natur aus die wichtigen Nährstoffe, damit es wachsen kann und sich Körper und Geist gesund entwickeln. Als Mutter bilden Sie Milch, so wie ihr Baby es gerade braucht: immer in der richtigen Menge und Zusammensetzung. So stillt Muttermilch optimal den Hunger und löscht gleichzeitig den Durst.

Schon während einer Stillmahlzeit passt sich die Zusammensetzung perfekt an: Am Anfang ist nur wenig Fett und damit wenig Energie in der Muttermilch. Sie löscht jetzt vor allem den Durst. Zum Ende der Mahlzeit sättigt sie Ihr Baby, weil sie fett- und energiereicher ist. Ihr Baby braucht also genug Zeit an einer Brust, bevor Sie zur anderen Seite wechseln.

Stillende Mütter brauchen nicht ständig bei ihrem Kind zu sein. Sie können ihren Alltag auch unabhängig vom Trinkrhythmus ihres Babys gestalten, denn sie können die Milch abpumpen. So können auch Väter, Großeltern oder der Babysitter das Baby mit Muttermilch füttern, wenn Mama unterwegs ist.

Die Vorteile des Stillens

Frau flüstert Mann ins Ohr
Stillen ist praktisch und kostet nichts

Muttermilch ist in der benötigten Menge, jederzeit und überall verfügbar. Sie hat die richtige Temperatur und ist hygienisch einwandfrei. Stillen spart Geld und Zeit fürs Einkaufen und Zubereiten von Säuglingsnahrung sowie fürs Spülen von Flaschen und Saugern.
lachendes Kind
Stillen fördert die Entwicklung Ihres Babys

Muttermilch liefert die Nährstoffe, die Ihr Kind fürs Wachsen und eine gesunde Entwicklung braucht.
Entspannte glückliche Frau
Stillen kann glücklich und entspannt machen

Dafür sorgen Glückshormone, die während des Stillens im Gehirn gebildet werden. Damit schützen sie auch vorm Baby-Blues, der jeder 3. Mutter mit Traurigkeit kurz nach der Geburt zu schaffen macht.
Frau isst Salat
Stillen hilft Pfunde loszuwerden!

Beim Stillen werden jeden Tag um die 500 Kalorien extra verbraucht. Die werden zum Teil aus den Fettpolstern der Schwangerschaft abgezweigt. Beim Flaschenfüttern geht es nicht so schnell mit der Fettschmelze.
Mutter hält Baby
Stillen verbindet Mama und Baby

Dafür sind laut Experten wahrscheinlich Hormone verantwortlich, die beim Saugen an der Brust ausgeschüttet werden.
Frau mit Boxhandschuhen
Stillen tut Ihrem Körper gut!

Stillende Frauen haben ein geringeres Risiko für Eierstock- und Brustkrebs. Außerdem scheint Typ-2-Diabetes bei Frauen seltener aufzutreten, die gestillt haben und keinen Schwangerschafts-Diabetes hatten. Ein weiterer Pluspunkt: Ihre Gebärmutter bildet sich schneller zurück.
Stillen unterwegs
Kein Stress unterwegs!

Denn Babys Mahlzeit ist ja immer dabei, man braucht keine Flaschen, kein Pulver und sonstiges Zubehör.
Frau stillt im Bett
Weniger Stress in der Nacht

Fürs Stillen muss nichts vorbereitet, angerührt und warm gemacht werden, so dass die Schlafunterbrechung im Vergleich meist kürzer und recht gemütlich ist.
5second / Fotolia.com
Schützt die Gesundheit Ihres Kindes

Gestillte Kinder haben ein geringeres Risiko für Infektionen wie Durchfall und Mittelohrentzündung. Auch der sogenannte plötzliche Kindstod kommt seltener vor. Stoffe in der Muttermilch unterstützen das Immunsystem Ihres Babys. Stillen wirkt sogar in die Zukunft: Das Risiko für krankhaftes Übergewicht im späteren Leben ist niedriger.

 

Stillbeginn: Gleich einsteigen, aber ohne Stress

Mutter und Kind haben sich bereits während der Schwangerschaft gut aufs Stillen vorbereitet: Das Baby hat im Mutterleib trinken und saugen geübt und die Hormone haben den Körper der Mutter auf das Ernähren ihres Babys eingestimmt. Nach der Geburt ist also alles bereit. Sie brauchen in der Regel einfach nur anzufangen. Vertrauen Sie auf sich und Ihr Baby, selbst wenn es vielleicht nicht sofort klappt. Bald werden Sie sich gut aufeinander eingestimmt haben.

Schon gleich nach der Geburt schafft Hautkontakt mit Ihrem Baby Vertrauen zwischen Ihnen. Die Milchbildung kommt am besten in Gang, wenn Sie Ihr Baby rasch nach der Geburt das erste Mal an die Brust anlegen.

Bis die Milchproduktion richtig läuft, dauert es in der Regel einige Tage. Am Anfang bildet die Brust geringere Mengen, die Ihr Baby aber gut und ausreichend versorgen. Füttern Sie nicht zu, sondern legen Sie Ihr Baby immer wieder an und die Milchbildung kommt von alleine immer besser in Gang.

Stillprofis für jede Situation

Klappt es nicht so, wie Sie es sich vorgestellt haben? Haben Sie Fragen oder sind Sie unsicher? Wenden Sie sich an einen Stillprofi. Dort finden Sie die Unterstützung, die Sie brauchen. Von einem offenen Ohr bis zu handfesten Tipps.

Wie viele Monate stillen?

Im ersten halben Jahr ist Muttermilch die beste Nahrung für Ihr Baby. Auch für Frühgeborene oder kranke Säuglinge ist Muttermilch die erste Wahl – es gibt nur wenige Ausnahmen, über die Sie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bei Bedarf informiert. Stillen Sie mindestens bis zum Beginn des 5. Monats und spätestens bis Beginn des 7. Monats ausschließlich. Das heißt: Ihr Kind bekommt nur Muttermilch – keine Getränke, Säfte, Kuhmilch oder andere Nahrung.

Stillen sie weiter, wenn Ihr Baby mit dem Breiessen beginnt. Das erleichtert Ihrem Kind die Umstellung auf die neue Nahrung. Nach und nach werden die Breie die Stillmahlzeiten ablösen. Wie lange Sie insgesamt Stillen, entscheiden Sie und Ihr Baby.

Auch teilweises Stillen ist wertvoll

Wenn Sie nicht ausschließlich stillen können oder möchten, ist teilweises Stillen besser als gar nicht zu stillen. Sie können also Ihrem Baby die Brust geben und zu den anderen Mahlzeiten Flaschenmilch füttern. Auch dabei kann Ihr Kind die Vorteile der Muttermilch genießen.

Still-Rhythmus: Hören Sie auf Ihr Kind

Ihr Baby zeigt Ihnen, wenn es trinken will. Das heißt: Die Anzahl der Still-Mahlzeiten am Tag und die Dauer einer einzelnen Mahlzeit richten sich nach dem individuellen Bedarf Ihres Babys. Die weibliche Brust kann die Milchmenge an den Bedarf des Kindes anpassen. Bei Wachstumsschüben (zum Beispiel wenn das Kind etwa 2 bis 3 Wochen alt ist) steigern Sie die Milchbildung durch häufigeres, beidseitiges Anlegen.

Als Ergänzung zum Stillen: Vitamin K und D

Die einzigen Nährstoffe, die Sie zum Stillen ergänzen müssen sind die Vitamine K und D. Vom Vitamin K erhalten Babys 3-mal 2 mg bei den Vorsorgeuntersuchungen als Tropfen; 400–500 IE (10–12,5 ug) Vitamin D geben Sie bis zum erlebten 2. Frühsommer als Tablette oder Tropfen.

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Konkrete Empfehlungen nach dem Motto „x-mal in 24 Stunden“ oder „alle x Stunden“ gibt es nicht. Denn Babys sind in ihrem Stillverhalten sehr verschieden. Viele Säuglinge möchten anfangs zehn- bis zwölfmal in 24 Stunden angelegt werden. Doch ein Muss ist es nicht. Ist das Baby gesund, gedeiht es und nimmt es an Gewicht zu, dann ist es gut versorgt.

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Sind Muttermilchbörsen eine Alternative, wenn die Mutter selbst nicht stillt?

Das Netzwerk Gesund ins Lebe empfiehlt, den Säugling im 1. Lebenshalbjahr zu stillen, mindestens bis zum 5. Monat ausschließlich und auch mit der Einführung der Beikost, spätestens mit Beginn des 7. Lebensmonats, weiter zu stillen. Das Stillen hat viele Vorteile für das Kind. Kann der Säugling nicht gestillt werden, soll er eine industriell hergestellte Säuglingsmilchnahrung erhalten. Vor dem privaten Austausch von Muttermilch, der zum Beispiel über Muttermilchbörsen im Internet organisiert wird, warnt das Netzwerk ebenso wie die Nationale Stillkommission und die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Da Untersuchungen der Milch nicht verpflichtend sind, ist ein gesundheitliches Risiko für den Säugling nicht auszuschließen. Ein unsachgemäßer Umgang mit der Muttermilch kann die hygienische Beschaffenheit und die Qualität der Milch zudem beeinträchtigen. Anders sind Frauenmilchbanken zu beurteilen. Diese Muttermilchsammelstellen sind an Kinderkliniken angeschlossen, die hier für die Versorgung von Frühgeborenen oder kranken Neugeborenen abgegebene Muttermilch wird umfassend kontrolliert und pasteurisiert.

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