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Schon übers Stillen nachgedacht?

Wer sich früh informiert und schon in der Schwangerschaft von einem Stillprofi beraten lässt, bringt alles mit für einen guten Stillstart. Noch besser klappt das Stillen, wenn der Partner auch voll an Bord ist.

Hebamme mit Schwangerer
Monkey Business / Fotolia.com

Stillprofis unterstützen

Die Schwangerschaft ist der beste Zeitpunkt, um sich über das Stillen zu informieren. Wussten Sie, dass es viele Mythen und falsche Empfehlungen zum Stillen gibt? Gut, wenn man sich ein eigenes Urteil bilden kann. Checken Sie frühzeitig  die Angebote in Ihrer Nähe.

Die Vorteile des Stillens

lachendes Kind
Stillen fördert die Entwicklung Ihres Babys

Muttermilch liefert die Nährstoffe, die Ihr Kind fürs Wachsen und eine gesunde Entwicklung braucht.
Frau flüstert Mann ins Ohr
Stillen ist praktisch und kostet nichts

Muttermilch ist in der benötigten Menge, jederzeit und überall verfügbar. Sie hat die richtige Temperatur und ist hygienisch einwandfrei. Stillen spart Geld und Zeit fürs Einkaufen und Zubereiten von Säuglingsnahrung sowie fürs Spülen von Flaschen und Saugern.
Entspannte glückliche Frau
Stillen kann glücklich und entspannt machen

Dafür sorgen Glückshormone, die während des Stillens im Gehirn gebildet werden. Damit schützen sie auch vorm Baby-Blues, der jeder 3. Mutter mit Traurigkeit kurz nach der Geburt zu schaffen macht.
Frau isst Salat
Stillen hilft Pfunde loszuwerden!

Beim Stillen werden jeden Tag um die 500 Kalorien extra verbraucht. Die werden zum Teil aus den Fettpolstern der Schwangerschaft abgezweigt. Beim Flaschenfüttern geht es nicht so schnell mit der Fettschmelze.
Mutter hält Baby
Stillen verbindet Mama und Baby

Dafür sind laut Experten wahrscheinlich Hormone verantwortlich, die beim Saugen an der Brust ausgeschüttet werden.
Frau mit Boxhandschuhen
Stillen tut Ihrem Körper gut!

Stillende Frauen haben ein geringeres Risiko für Eierstock- und Brustkrebs. Außerdem scheint Typ-2-Diabetes bei Frauen seltener aufzutreten, die gestillt haben und keinen Schwangerschafts-Diabetes hatten. Ein weiterer Pluspunkt: Ihre Gebärmutter bildet sich schneller zurück.
Stillen unterwegs
Kein Stress unterwegs!

Denn Babys Mahlzeit ist ja immer dabei, man braucht keine Flaschen, kein Pulver und sonstiges Zubehör.
Frau stillt im Bett
Weniger Stress in der Nacht

Fürs Stillen muss nichts vorbereitet, angerührt und warm gemacht werden, so dass die Schlafunterbrechung im Vergleich meist kürzer und recht gemütlich ist.
5second / Fotolia.com
Schützt die Gesundheit Ihres Kindes

Gestillte Kinder haben ein geringeres Risiko für Infektionen wie Durchfall und Mittelohrentzündung. Auch der sogenannte plötzliche Kindstod kommt seltener vor. Stoffe in der Muttermilch unterstützen das Immunsystem Ihres Babys. Stillen wirkt sogar in die Zukunft: Das Risiko für krankhaftes Übergewicht im späteren Leben ist niedriger.

 

Im 1. Lebenshalbjahr am besten nur Muttermilch

Am besten ist es, wenn das Baby in den ersten Lebensmonaten nur Muttermilch und nichts anderes (keine Trinkmilch, Säfte oder Ähnliches) bekommt. Wenn Ihr Baby dann frühestens mit Beginn des 5. Monats und spätestens mit Beginn des 7. Monats anfängt Brei zu essen, sollte es weiterhin Muttermilch bekommen. Nach und nach lösen Breie die Milchmahlzeiten ab. Wie lange insgesamt gestillt wird, bestimmen Mutter und Kind. Das gilt auch für Kinder mit erhöhtem Allergierisiko.

Auch kürzeres Stillen und Teilstillen ist wertvoll

Wenn Sie nicht voll stillen können oder möchten, ist teilweises Stillen besser als gar nicht zu stillen. Das heißt sie können Ihr Baby stillen und bei anderen Mahlzeiten industriell hergestellte Säuglingsnahrung füttern. Jede Muttermilchmahlzeit tut Ihrem Baby gut. Es lohnt sich in jedem Fall, mit dem Stillen zu beginnen! Babys, die nicht gestillt werden, bekommen im ersten Lebenshalbjahr eine industriell hergestellte Säuglingsanfangsnahrung.

Auch Frühgeborene und kranke Säuglinge stillen

Es gibt nur wenige medizinische Gründe, nicht zu stillen oder vorzeitig abzustillen. Auch Frühgeborene, kranke Säuglinge und Babys mit Behinderung können meist gestillt oder mit abgepumpter Muttermilch ernährt werden. Sprechen Sie mit Ihrer Kinder- und Jugendärztin oder Ihrem Kinder- und Jugendarzt darüber.

Der Körper bereitet sich aufs Stillen vor

Der Körper einer schwangeren Frau stellt sich von selbst auf das Stillen ein: Hormone sorgen dafür, dass sich die Brust verändert und das Baby nähren kann. Ein Teil des Gewichtes, das die werdende Mutter zunimmt, ist eine Energiereserve für das Stillen.

Auch das Baby übt schon vor der Geburt: Es lutscht und saugt am Daumen und trinkt Fruchtwasser. Bei der Geburt sind Mutter und Kind also startklar.

Die beste Vorbereitung ist, schon früh einen Stillprofi aufzusuchen. Die zeigen, wie es am besten klappt und helfen auch über eventuelle Anfangsschwierigkeiten hinweg.

Klinik-Check  

Wussten Sie, dass die Wahl der Geburtsklinik mit darüber entscheiden kann, ob das Stillen gelingt oder nicht? Diese vier Fragen helfen Ihnen bei Ihrer Entscheidung:

  • Wird die Mutter zum Stillen und zur Pflege gut informiert?
  • Ist das Baby im gleichen Zimmer wie die Mutter (Rooming-in)?
  • Darf das Baby immer an die Brust, wenn es danach verlangt?
  • Kann das Baby gleich nach der Geburt Mamas nackte Haut spüren (Bonding)?

4 x ja = Klinik geeignet für einen guten Stillstart!

Stillen und Beruf

Stillen und Arbeiten – das geht. Denn in Deutschland sind im Mutterschutzgesetz Extra-Pausen für die stillende Mutter festgelegt. Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten und sprechen Sie früh genug mit dem Arbeitgeber darüber, um gemeinsam passende Lösungen zu finden.

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Beratung

Vor Ort, telefonisch oder online Hier geht's zu den Stillprofis!

www.hebammenverband.de
Die Seite des Deutschen Hebammenverbands e.V. verlinkt auf die Landesverbände der Hebammen und zeigt weitere Möglichkeiten auf, um eine Hebamme zu finden.

www.afs-stillen.de
Über die Suchfunktion auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen Bundesverband e.V. (AFS) kann nach Stillberatung und Stillgruppen vor Ort gesucht werden. Die AFS bietet auch eine Telefon-Hotline durch Stillberaterinnen an.

www.bdl-stillen.de
Beim Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e.V. können (werdende) Eltern unter dem Stichwort „Stillberatungssuche“ nach Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC in der Nähe suchen.

www.lalecheliga.de
Auf der Homepage von La Leche Liga Deutschland e.V. kann man sich Stillberatung und Stillgruppen vor Ort anzeigen lassen.

www.lalecheliga.de/stillberatung/e-mailberatung
Angebot zur Beratung über E-Mail von La Leche Liga Deutschland e.V.

www.stillen-info.de
Gemeinsame Seite von der Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft e.V. und der Nationalen Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung. Sie gibt einen Überblick über einige Institutionen und Verbände zum Stillen.

Nachgefragt

Wie oft müssen Säuglinge in den ersten Lebenswochen gestillt werden?

Konkrete Empfehlungen nach dem Motto „x-mal in 24 Stunden“ oder „alle x Stunden“ gibt es nicht. Denn Babys sind in ihrem Stillverhalten sehr verschieden. Viele Säuglinge möchten anfangs zehn- bis zwölfmal in 24 Stunden angelegt werden. Doch ein Muss ist es nicht. Ist das Baby gesund, gedeiht es und nimmt es an Gewicht zu, dann ist es gut versorgt.

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Warum brauchen Stillende zusätzlich Jod?

Während der Stillzeit sollten ergänzend zu einer Verwendung von Jodsalz täglich 100 µg Jod in Tablettenform eingenommen werden. Die Tabletten sind notwendig zur Ergänzung einer jodreichen Ernährung. Jodreich zu essen bedeutet, im Haushalt konsequent Jodsalz zu verwenden, regelmäßig ein bis zwei Portionen Seefisch pro Woche und täglich Milch und Milchprodukte zu verzehren. Sowohl die Supplementierung mit Jod als auch eine jodreiche Ernährung sind wichtige Bestandteile der Jodmangelprophylaxe.

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Ist Alkohol in der Stillzeit erlaubt?

Stillende sollten Alkohol meiden, da Alkohol in die Muttermilch übergeht. Fachgesellschaften stimmen überein, dass ein Alkoholverzicht in der Stillzeit für die Gesundheit von Mutter und Säugling am sichersten ist. Allenfalls bei seltenen und besonderen Anlässen ist ein kleines Glas Wein, Bier oder Sekt tolerierbar, wenn beim Stillen einige Punkte beachtet werden. Diese Einschränkung bedeutet nicht, dass die Experten des Netzwerks Gesund ins Leben den Genuss von alkoholischen Getränken in der Stillzeit befürworten. Sie trägt aber der Tatsache Rechnung, dass Stillen entscheidende Vorteile für Mutter und Kind bietet, selbst wenn die Mutter ausnahmsweise einmal eine geringe Menge Alkohol trinkt, wenn die andere Alternative möglicherweise ein früheres Abstillen ist.

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