Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Eine Frau stillt ein Baby in einer Fußgängerzone. Sie trägt einen dunkelblauen Umhang.
Martin Kitzmann / KI

Meldung des Netzwerks Gesund ins Leben. Bonn, 23.09.2026.

Frauen, die sich bereits in der Schwangerschaft über das Stillen informieren, gelingt der Stillstart einfacher und sie stillen länger. Die frühzeitige und wiederkehrende Wissensvermittlung und Beratung tagen dazu bei, dass Still-Probleme gar nicht erst entstehen oder aber gelöst werden können. Das Netzwerk Gesund ins Leben sensibilisiert im Rahmen der diesjährigen Weltstillwoche dafür, die Rahmenbedingungen für das Stillen zu verbessern und Stillvorbereitung als festen Bestandteil der Geburtsvorbereitung zu etablieren. 

Die meisten Mütter möchten ihr Baby stillen: Stillen hat viele gesundheitliche Vorteile für Mutter und Kind. Allerdings stillen nur 68 Prozent ihr Kind nach der Geburt ausschließlich. Die Gründe dafür sind vielfältig: „Am Anfang ist es häufig die Vorstellung, dass es mit dem Stillen einfach so klappt. Ist das nicht der Fall und mangelt es in dieser Phase zusätzlich an kompetenter Beratung und Unterstützung, hören viele Frauen auf“, so Dr. Constance Rybak, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben. In den aktuellen Handlungsempfehlungen Schwangerschaft des Netzwerks Gesund ins Leben wird eine wiederkehrende Stillberatung durch Fachkräfte ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft empfohlen. „Die frühe Beratung wirkt sich positiv auf Stillstart und Stilldauer aus: Schwangere wissen dann, wie wichtig Stillen ist und wer ihnen bei Problemen helfen kann.“ 

Stillen fördert vielfältig und wirksam die Gesundheit von Mutter und Kind: Beispielsweise sinkt bei Frauen das Risiko für Wochenbett-Depressionen und sie leiden seltener an Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes. Gestillte Säuglinge haben unter anderem ein geringeres Risiko für Atemwegsinfekte, Mittelohrentzündungen, aber auch ADHS und Autismus. Auf dieses gesundheitliche Potenzial macht das Netzwerk Gesund ins Leben im Rahmen der diesjährigen Weltstillwoche vom 28.09. – 04.10.2026 unter dem Motto „Stillen. Deine Superkraft.“ aufmerksam. 

Wer sich ein Kind wünscht oder bereits erwartet, ist meist offen dafür, sein Verhalten der neuen Lebensphase anzupassen und sich mehr mit der eigenen Gesundheit zu befassen. Das gelingt umso besser, wenn Fachkräfte den Familien mit einheitlichen und klaren Informationen zur Seite stehen, sie ernst nehmen und ihnen helfen, realistische und zu ihrer Situation passende Entscheidung zu treffen. Die kürzlich aktualisierten Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben geben hier wertvolle Impulse und Informationen.

Tipps für einen guten Stillstart:

  • Vor der Geburt
    • Stillvorbereitung schon in der Schwangerschaft: Wiederkehrende Beratung ab dem zweiten Schwangerschaft-Trimester durch Fachkräfte wie Hebammen und Frauenärztinnen und -ärzte.
  • Zur Geburt: Die Wahl der Geburtsklinik kann sich positiv auf den Stillstart auswirken. Die Antworten auf folgende Fragen verraten, wie stillfreundlich eine Klinik ist:
    • Können Mutter und Kind unmittelbar nach der Geburt ungestörten Hautkontakt haben?
    • Wird das Baby bei der Mutter im Zimmer sein (24-Stunden-Rooming-in)?
    • Darf das Baby jederzeit an die Brust?
    • Informiert die Klinik umfassend über das Stillen?
    • Wird das Baby nur zusätzlich zum Stillen gefüttert, wenn es medizinisch notwendig ist?
  • Nach der Geburt:
    • Begleitung vom Wochenbett bis zum Ende der Stillzeit durch fachkundige Hebammen, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger, Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte, Gesundheitsfachkräfte der Frühen Hilfen oder Stillberaterinnen. 

Im Rahmen der diesjährigen Weltstillwoche engagieren sich unterschiedlichste Institutionen dafür, bestmögliche Rahmenbedingungen für das Stillen zu schaffen und frühzeitig zu informieren, damit alle Familien selbstbestimmte Entscheidungen treffen können. Unter Beteiligung von WHO und UNICEF ist die Weltstillwoche die größte gemeinsame Kampagne aller stillfördernden Organisationen weltweit. Ziel ist es, Stillen als natürliche und selbstverständliche Ernährung für Säuglinge in den Mittelpunkt zu stellen und über die positiven Effekte des Stillens zu informieren.

Materialien und Informationen zur Weltstillwoche und zum Stillen:

 

Zudem finden bundesweit zahlreiche Presseaktivitäten und lokale Aktionen statt, beispielsweise in babyfreundlichen Krankenhäusern, stillfreundlichen Kommunen oder auf Initiative von weiteren engagierten Menschen.

 

Für Redaktionen: Bildmaterial zur kostenfreien Veröffentlichung

Rechtlicher Hinweis: Die angebotenen Grafiken steht unter einer Creative-Commons-Lizenz. Sie können sie unter Angabe der Quelle in Ihren Veröffentlichungen zum Thema Stillen nutzen.

Bild: Grafiken “Gute Gründe für das Stillen” für das Baby bzw. die Mutter

Quelle: BLE / Netzwerk Gesund ins Leben; CC BY-NC-ND 4.0

Ich akzeptiere die rechlichen Hinweise und möchte die Bilder (png) herunterladen.

Hintergrund:

Unter Beteiligung von WHO und UNICEF ist die Weltstillwoche die größte gemeinsame Kampagne aller stillfördernden Organisationen weltweit. Ziel ist es, Stillen als natürliche und selbstverständliche Ernährung für Säuglinge in den Mittelpunkt zu stellen und sowohl Familien als auch die Gesellschaft über die positiven Effekte des Stillens zu informieren. In Deutschland wird die Weltstillwoche von der Nationalen Stillförderung e. V. ausgerichtet. In diesem Jahr lautet das Motto „Stillen. Deine Superkraft.“

Das Netzwerk Gesund ins Leben ist ein Zusammenschluss von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden zur Förderung der frühkindlichen Gesundheit – von der Zeit vor der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter. Alle Akteurinnen und Akteure dieses Netzwerks unterstützen Familien beim gesunden Aufwachsen ihrer Kinder. Basis dafür sind die fachlich gesicherten, konsentierten Handlungsempfehlungen. Die Handlungsempfehlungen “Ernährung, Bewegung und weitere Gesundheitsaspekte vor und während der Schwangerschaft” wurden 2026 aktualisiert und sind nationaler Beratungsstandard für Fachkräfte. 

Das Netzwerk stellt Informationen für Fachkreise, Familien und Presse zur Verfügung: Auf der Website, auf Instagram, per Newsletter, durch Fortbildungen, auf Veranstaltungen und in Informationsmaterialien. Darüber hinaus wirkt das Netzwerk auf strukturelle Rahmenbedingungen ein, um Familien und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Alltag zu unterstützen.

Das Netzwerk Gesund ins Leben ist Teil des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).

/

als hilfreich bewerten 0 Versenden
BLE

Kontakt

Referentin Gudrun Kinzel

Telefon: 0228 6845-2729

E-Mail schreiben

Weitere Meldungen

Superkraft Stillen

Weltstillwoche 2026 macht auf Potenzial von Muttermilch aufmerksam

Eine Frau stillt ein Baby in einer Fußgängerzone. Sie trägt einen dunkelblauen Umhang.
Martin Kitzmann / KI

Bonn, 16. September 2026. Unter dem Motto der diesjährigen Weltstillwoche „Stillen. Deine Superkraft.“ werben das Netzwerk Gesund ins Leben und seine 53 Partnerinstitutionen für bestmögliche Rahmenbedingungen für das Stillen. Dazu gehört auch frühzeitig zu informieren, um allen Familien selbstbestimmte Entscheidungen zu ermöglichen.

mehr...

Besser essen in der Schwangerschaft

Tipps für eine ausgewogene Ernährung

Schwangere schmiert ein Brot mit Frischkäse
stock.adobe.com/Olja Reka

Bonn, 05. August 2026. Der Mythos, dass Frauen in der Schwangerschaft „für Zwei essen“ sollten, ist weit verbreitet – aber leider falsch. Tatsächlich müssen Schwangere statt mehr Kalorien zu sich zu nehmen, eher nährstoffreicher essen. Was das bedeutet und worauf sie achten sollten, erklärt das Netzwerk Gesund ins Leben.

mehr...

Gewicht vor und in der Schwangerschaft

Was Fachkräfte wissen sollten

Eine lächelnde Frau mit Übergewicht sitzt auf dem Bett und hält einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand.
stock.adobe.com/AntonioDiaz

Bonn, 22. Juli 2026. Mit welchem Gewicht eine Frau in die Schwangerschaft startet und wie viel sie bis zur Geburt zunimmt hat Einfluss auf die Gesundheit von Mutter und Kind. Wie begegnen Fachleute dem Thema am besten in ihrer Arbeit, besonders bei Frauen mit Übergewicht und Adipositas? Die neuen nationalen Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben geben Hilfestellung.

mehr...

Aktuelle Handlungsempfehlungen zur Schwangerschaft liegen vor

Konsent relevanter Institutionen für einheitliche Beratung

BLE 2026 / Foto: stock.adobe.com/lordn / Titel: 2026, Thieme

Bonn, 09 Juli 2026. Das Netzwerk Gesund ins Leben hat die aktualisierten Handlungsempfehlungen für die Zeit des Kinderwunsches und der Schwangerschaft veröffentlicht. Sie bieten eine verlässliche Grundlage für eine fundierte wissenschaftliche Beratung zu den Themen Ernährung, Bewegung und weitere Gesundheitsapekte. Diese Faktoren haben wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit von Mutter und Kind.

mehr...