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Nudeln ohne Sauce, trockenes Brot und auf keinen Fall grünes Gemüse: Viele Kleinkinder sind beim Essen zeitweise sehr wählerisch. Was neben viel Geduld in diesen Phasen helfen kann, erfahren Eltern hier.

Blondes, etwa dreijähriges Mädchen isst Nudeln ohne Sauce.
iStock.com/romrodinka

Etwa bis zum zweiten Geburtstag sind die meisten Kinder offen für neue Geschmäcker, probieren begeistert bisher unbekannte Lebensmittel und wollen essen wie „die Großen“. Danach beginnt oft eine Phase, in der sie zu Picky Eaters – wörtlich übersetzt „wählerischen Essern“ – werden. Häufig essen sie dann nur wenige ausgewählte Lebensmittel und weigern sich, Neues zu probieren. Die Gründe dafür sind vielfältig. Manchmal lehnen Kinder ein Lebensmittel tatsächlich wegen des ungewohnten Geschmacks oder der neuen Textur ab. Aber auch Trotzphasen und alterstypische Autonomiebestrebungen können Gründe sein.

Eltern sind in diesen Phasen oft beunruhigt. Isst mein Kind genug? Bekommt es alle wichtigen Nährstoffe? In der Regel können sie gelassen bleiben: Solange das Kind gesund, aktiv und zufrieden wirkt, nimmt es zu sich, was es braucht. Eltern sollten darauf vertrauen, dass Neugierde, Gewöhnung und Freude am Essen bei ihrem Kind langfristig gewinnen. Mithilfe folgender Tipps können sie die die natürliche Neugierde der Kinder auf Essen fördern:

  1. Lebensmittel immer wieder anbieten: Kinder lehnen neue Lebensmittel häufig im ersten Moment ab. Das sollte Eltern aber nicht entmutigen. In viele Fällen braucht es einige Versuche, bis ein Kind ein neues Lebensmittel akzeptiert. Selbst mehrfach abgelehnte Speisen sollten daher immer wieder auf den Tisch kommen.
  2. Neue Zubereitungsarten ausprobieren: Weil ein Kind kein Möhrengemüse mag, heißt es nicht, dass es auch den Möhren-Bratling oder die Suppe daraus ablehnt. Viele Kinder mögen rohes Gemüse außerdem lieber als gekochtes. Es kann bei wählerischen Essern also helfen, Lebensmittel unterschiedlich zubereitet anzubieten.
  3. Kinder in Vorbereitung der Mahlzeiten einbeziehen: Lebensmittel gemeinsam mit allen Sinnen zu entdecken, sie genau anzusehen, daran zu riechen und mit den Händen zu fühlen, kann die Akzeptanz dafür bei den Kindern erhöhen. Sie lieben es zum Beispiel, lustige Formen oder Gesichter aus Gemüse, statt sie langweilig auf den Teller zu legen.
  4. Eltern sind Vorbilder: Kleinkinder erlernen viele Verhaltensweisen durch Beobachten. Erleben sie im Alltag, dass ihre Eltern bestimmte Lebensmittel genussvoll essen, sind sie eher dazu bereit, diese ebenfalls zu probieren. Das gleiche gilt für Geschwister und andere Bezugspersonen, die mit den Kindern essen.

Wichtig ist bei alldem: Das Kind entscheidet selbst, was es probieren möchte. Tricks, Überredungskünste oder gar Zwang sind keine Lösung. Für Picky Eaters gelten dieselben Tischregeln, wie für jeden anderen. Auch Extra-Mahlzeiten sollte es für sie nicht geben. Stattdessen sollten Eltern geduldig bleiben und abgelehnte Speisen immer wieder anbieten. Meistens lohnt es sich und die Phase des Picky Eating endet bald ganz von alleine.

 

Bei Sorgen um das Gewicht oder die Entwicklung des Kindes, wenden Eltern sich bitte an eine Kinder- und Jugendärztin bzw. einen Kinder- und Jugendarzt.

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