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Bewegung in der Schwangerschaft

Bewegung in der Schwangerschaft ist wünschenswert und dient der Gesundheit von Mutter und Kind.

Schwangeren-Yoga
Corbis

Empfehlungen

  • Körperliche Aktivität in der Schwangerschaft ist wünschenswert und dient der Gesundheit von Mutter und Kind.
  • Schwangere sollten täglich in Bewegung sein (körperliche Aktivitäten im Alltag und/oder Sport).
  • Sportliches Training sollte in der Schwangerschaft nur mit mäßiger Intensität ausgeübt werden. Das ist der Fall, wenn eine Unterhaltung während des Sporttreibens noch möglich ist (Talk-Test).

Hintergrund

In der Schwangerschaft scheint körperliche Aktivität mit moderater Intensität (kraft- und ausdauererhaltend, nicht -steigernd) für Mutter und Kind von Vorteil zu sein (z. B. Steigerung des Wohlbefindens der Schwangeren, geringeres Risiko für Gestationsdiabetes und Präeklampsie, Vorbeugung einer hohen Gewichtszunahme). Regelmäßige körperliche Aktivität mit moderater Intensität wird empfohlen, sofern keine medizinischen Kontraindikationen vorliegen [1, 2, 3, 4].

Frauen sollten in der Schwangerschaft keine neuen Sportarten mit ungewohnten Bewegungsabläufen beginnen. Für Schwangere nicht geeignet sind Sportarten mit hohem Sturz- und Verletzungsrisiko, z. B. Mannschafts-, Kontakt- und Kampfsportarten, oder Sportarten wie Gerätetauchen. Empfehlenswert sind Sportarten, die große Muskelgruppen beanspruchen, wie Radfahren, Schwimmen/Bewegung im Wasser, aber auch Wandern oder Nordic Walking. Gesunde Schwangere können bis in Höhen von 2000 bis 2500 m körperlich aktiv sein, vor allem wenn sie an diese Höhen gewöhnt sind [5, 6].

Regelmäßige Bewegung bzw. regelmäßiger Aufenthalt im Freien ist auch im Hinblick auf die Vitamin-D-Versorgung wünschenswert [7]. Schwangere Frauen weisen oft niedrige Vitamin-DKonzentrationen im Blut auf, die mit schlechterer Knochenmineralisierung und Muskelmasse ihrer Kinder im Schulalter assoziiert sind [8, 9, 10, 11, 12, 13]. Die durch Sonnenlicht induzierte Vitamin-D-Bildung in der Haut kann die Versorgung verbessern.

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Literatur

1. Artal R, O'Toole M. Guidelines of the American College of Obstetricians and Gynecologists for exercise during pregnancy and the postpartum period. Br J Sports Med 2003; 37: 6–12

2. Committee on Obstetric Practice. ACOG committee opinion. Exercise during pregnancy and the postpartum period. Number 267, January 2002. American College of Obstetricians and Gynecologists. Int J Gynaecol Obstet 2002; 77: 79–81

3. Forschungsinstitut für Kinderernährung. Empfehlungen für die Ernährung von Mutter und Kind. Schwangerschaft und Stillzeit. Dortmund, Forschungsinstitut für Kinderernährung 2007

4. National Institute for Health and Clinical Excellence. Dietary interventions and physical activity interventions for weight management before, during and after pregnancy. London, National Institute for Health and Clinical Excellence 2010

5. Baumann H, Bung P, Fallenstein F et al. Reaction of mother and fetus to physical stress at high altitude. Geburtshilfe Frauenheilkd 1985; 45: 869–876

6. Huch R. Physical activity at altitude in pregnancy. Semin Perinatol 1996; 20: 303–314

7. Böhles HJ, Fusch C, Genzel-Boroviczény O et al. Vitamin-D-Versorgung im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter. Stellungnahme der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Monatsschrift Kinderheilkunde 2011; 159: 766–774

8. Brannon PM, Picciano MF. Vitamin D in pregnancy and lactation in humans. Annu Rev Nutr 2011; 31: 89–115

9. Gale CR, Robinson SM, Harvey NC et al. Maternal vitamin D status during pregnancy and child outcomes. Eur J Clin Nutr 2008; 62: 68–77

10. Hyppönen E. Preventing vitamin D deficiency in pregnancy. importance for the mother and child. Ann Nutr Metab 2011; 59: 28-31

11. Javaid MK, Crozier SR, Harvey NC et al. Maternal vitamin D status during pregnancy and childhood bone mass at age 9 years: a longitudinal study. Lancet 2006; 367: 36–43

12. Krishnaveni GV, Veena SR, Winder NR et al. Maternal vitamin D status during pregnancy and body composition and cardiovascular risk markers in Indian children: the Mysore Parthenon Study. Am J Clin Nutr 2011; 93: 628–635

13. Scientific Advisory Committee on Nutrition. The influence of maternal, fetal and child nutrition on the development of chronic disease in later life. London, The Stationary Office 2011